Bargeldverbot

Bargeldverbot: Wichtige Fakten auf einen Blick

Was bedeutet Bargeldverbot?

Bargeldverbot heißt, dass mit Münzen (Hartgeld) und Geldscheinen (Banknoten) nicht mehr gezahlt werden darf. Hiervon ist der private als auch professionelle Bereich betroffen. Folglich ist der Besitz von Bargeld nicht nur sinnlos, sondern vielmehr verboten. Ein geltendes Bargeldverbot wird schrittweise eingeführt. Ähnlich wie bei der Wiedervereinigung im Jahr 1989 und dem damit verbundenen Währungswechsel geht dem absoluten Bargeldverbot mit großer Wahrscheinlichkeit eine Übergangsphase voraus. Das bedeutet, es erfolgt eine Bekanntgabe eines Enddatums, bis zu welchem das restliche Bargeld auf den Bankkonten (elektronische Zahlungsmittel) zu deponieren ist. Danach werden Banken und vor allem auch Geschäfte aller Bereiche kein Bargeld mehr akzeptieren. Infolge dessen kann kein Kauf mehr mit Bargeld getätigt werden. Jede Transaktion muss auf elektronischem Weg stattfinden. Wie dies genau vonstattengehen soll, ist unterschiedlich definiert.

Erste Zahlungsmittel werden bereits heute auf elektronischem Weg genutzt. Die Zahlung mit Giro- oder Kreditkarte gehört für einen Teil der Bevölkerung in Deutschland zum Alltag. Auch Alternativen wie PayPal oder Sofortüberweisung werden gern genutzt. Obwohl bei allen genutzten elektronischen Zahlungsmöglichkeiten entweder für den Verkäufer oder teilweise auch für den Käufer Transaktionsgebühren anfallen, sind diese Zahlungsarten ohne Bargeld für viele Kunden sehr attraktiv. Letzteres wird beispielsweise zunehmend in online Shops in Rechnung gestellt. Im Gegensatz dazu bekommt der online Kunde sogar noch Rabatt, wenn er via Lastschrifteinzug zahlt. Dies gilt auch für Geschäftskunden, welche nicht zuletzt von einem höheren Skonto profitieren, umso eher sie den offenen Warenbetrag begleichen.





Bargeld aus rechtlicher Perspektive

An dieser Stelle folgt nun ein kurzer Exkurs zur deutschen Gesetzeslage. Im Fokus der Betrachtung steht also die Frage, welche Zahlungsvariante seitens der Deutschen Bundesbank als gesetzliches Zahlungsmittel definiert wird. Deutschland als auch andere Länder der Europäischen Union (EU) verfügen per Gesetz lediglich über ein Zahlungsmittel: das Bargeld. Euro-Bargeld darf kein Vertragspartner in Deutschland ablehnen. Sollte es doch zur Ablehnung kommen, ist mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Nur die jeweiligen EU Zentralbanken dürfen die Euro-Münzen und Euro-Scheine ausgeben. Bis jetzt galt, dass jedoch kein Verkäufer verpflichtet ist, über 50 Münzen zur Begleichung eines bestimmten Betrages anzunehmen. Auch müssen nicht unbedingt Münzen angenommen werden, die den Wert von 200 Euro übersteigen. Dies gilt im Übrigen auch für Euro-Gedenkmünzen, nicht aber für Euro-Sammlermünzen. Allerdings gibt es in Deutschland keine rechtliche Grundlage dafür, dass die Annahme von Banknoten abgelehnt werden darf. Hier existiert auch aktuell noch keine Obergrenze wie etwa in Italien, Frankreich oder Spanien. Bei gegenseitigem Einvernehmen darf in Deutschland jedoch in gewünschter Sortierung gezahlt werden. Nur wird es bei 500 Euro Scheinen allmählich schwierig, so druck die Europäische Zentralbank in Deutschland keine Banknoten diese Höhe mehr. Aktuell gelten zwar 500 Euro Scheine noch als offizielles Zahlungsmittel, aber ein Verbot der Nutzung dieser kann Spekulationen von Experten zur Folge frühestens ab dem Jahr 2025 erfolgen. Eine erst wesentliche Einschränkung wird ab 01.01.2018 erfolgen, denn ab diesem Zeitpunkt werden keine 500 Euro Scheine mehr von der Europäischen Zentralbank ausgegeben.

Würde nun ein Bargeldverbot kommen, muss sich in Deutschland zu allererst die gesetzliche Lage ändern. Das bedeutet, mithilfe eines passenden Gesetzes müssen Verkäufer verpflichtet werden, vorrangig elektronische Zahlungsweisen zu akzeptieren.

Wird das Bargeld aus dem Gesetz gestrichen, darf der Verkäufer es folglich ablehnen. Profitieren Unternehmen von der elektronischen Abwicklung, wird dem Kunden aufgrund des Bargeldverbotes nichts anderes übrig bleiben, als via Kredit- oder Girokarte einzukaufen. In Europa gibt es bereits vereinzelte Unternehmen, die Zahlungen mit Bargeld abnehmen. Dies gilt nicht nur für Schweden. Auch Dänemark wird bald nachziehen. Gleichzeitig wird es trotz eines Bargeldverbotes zwar noch möglich sein, die Abwicklung von Geschäftsvorgängen mit EU-Bargeld zu realisieren, aber die Aussicht auf Erfolg wird aufgrund einer neuen Gesetzeslage gänzlich minimiert.

Folglich kommt ein Bargeldverbot einer Einschränkung der Wahl- und Freiheitsmöglichkeiten auf Seite des Kunden gleich. Nicht zuletzt bedeutet ein Bargeldverbot auch, dass Zahlungen ausschließlich möglich sind, wenn eine elektrische Verbindung hergestellt werden kann. Infolge dessen kann der Kunde bei Stromausfall nicht einkaufen gehen. Erste Anzeichen dieser Entwicklung sind bereits zu bemerken. Fallen die Kassen eines Supermarktes aus, werden nicht nur die Warteschlange utopisch lang, sondern vielmehr kann nicht mehr abkassiert werden, solange der Ausfall nicht behoben ist.

Warum ist das Bargeld in Gefahr?

Gerade die deutsche Bevölkerung ist für seine vorbildliche Sparplanstrategie bekannt. Nicht zuletzt gilt hierzulande auch das altbekannte Sprichwort „Nur Bares ist Wahres.“. Warum also sollte nun ausgerechnet in einem Land wie Deutschland das Bargeld in Gefahr sein? Die Ursachen sind vielfältig, aber eine Begründung liegt dem gesamten Übel des Bargeldverbotes zugrunde. Umso akuter die europäische als auch US-amerikanische Finanzkrise wird, desto höher ist die Gefahr der Bargeldabschaffung. Münzen und Banknoten erschweren einen spontanen Zugang der Zentralbanken auf ihren jeweiligen monetären Bestand. Damit ist zudem auch die gezielte Ausweitung des eigenen Geldbestandes nicht möglich. Infolge dessen ist es nicht möglich, bestehende Schulden zu entwerten. Erste knappe Bargeld Ressourcen sind bereits in einzelnen Gebieten von Brandenburg und Berlin aufgetreten. Hier konnten Bürger kein Bargeld mehr von der Bank abheben, Geldautomaten als auch eine Berliner Geldtransportfirma streikten aufgrund fehlenden Bargeldes. Kritiker werten diesen Vorfall als perfektes, Angst einflößendes Szenarium, Bürger waren quasi dazu gezwungen elektronische Zahlungsmittel zu verwenden. Auch in Schweden gehört die Reduzierung der Menge an Geldautomaten zum Alltag. Jedoch sehen die Schweden dies gelassen, denn schließlich zahlt da kaum eine Person noch mit Bargeld.

Details auf der Spur

Nicht zuletzt unterstützen aktuell öffentliche, staatliche als auch leistungsstarke Einrichtungen (Handelsinstitutionen) die Bargeldabschaffung. Im Endeffekt ist das Bargeld in Gefahr, da dieses Zahlungsmittel nicht mehr mit den staatlichen als auch europäischen Zielen vereinbar ist. So lassen sich einer Diktatur ähnliche Strukturen des modernen Zeitalters nur verwirklichen, wenn entsprechende Kontrollinstitutionen installiert werden. Was würde sich in der aktuellen Konsumgesellschaft besser eignen, als ein restringiertes Zahlungsverfahren? Wenn das Bargeld abgeschafft ist, können alle Transaktionen im Detail inklusive Ort, Datum und Uhrzeit nachvollzogen werden. Damit tritt anstelle des Bargeldes die Möglichkeit, von jeder in Deutschland lebenden Person ein detailliertes Profil anzulegen. Das Leben wird zugunsten einer modernen Diktatur transparent. Im ersten Schritt muss jedoch das Bargeld erst einmal abgeschafft werden. In dieser Situation kommt die weltweite Finanzkrise quasi gerade rechtzeitig.

Was steckt hinter dem Bargeldverbot?

Bekannterweise unterliegt das Zahlungsmittel Geld einer kontinuierlichen Entwertung. Personen, die in Deutschland leben und noch über Bargeld verfügen, haben die Möglichkeit, sich dieser Entwicklung zumindest teilweise zu entziehen. Dies gefällt verantwortlichen Banken, allem voran die Europäische Zentralbank, nicht. Ein Bargeldverbot könnte diese Methode seitens der Bürger unterbinden. Gleichzeitig können sich in Deutschland lebende Personen den angekündigten Negativzinsen entziehen. Aufgrund der allgemeinen Finanzlage beabsichtigen die Banken, auf Sparguthaben ab einem bestimmten Schwellenwert Negativzinsen zu erheben. Negativzinsen sind Gebühren. Banken zahlen bereits an die Europäische Zentralbank Negativzinsen für die Einlagerung von Bargeld. Auch in geschäftlichen Sektoren ist diese Maßnahme bereits eingeführt worden. Bis dato blieben diese Gebühren noch dem deutschen Sparer erspart, da in Deutschland tätige Privat- und Geschäftsbanken die Kosten auf Kontoführungsgebühren und Ähnliches umlegten. Sollten jedoch entsprechende Negativzinsen in Deutschland anfallen, ist damit zu rechnen, dass deutsche Sparer ihre Ersparnisse in bar abheben und vorzugsweise zu Hause aufbewahren. Aufgrund der sehr geringen Bareinlagen der einzelnen Banken würde aber genau diese Methode der deutschen Bürger zu einem Zusammenbruch des deutschen Bankensystems führen. Als einziger Ausweg dient folglich das so schnell wie möglich realisierte Bargeldverbot. Nicht zuletzt peilt die Zentralbank auch andere Gesellschaftsbereiche an. Allem voran gehen beispielsweise Investoren. Diese nutzen bis dato immer wieder die Möglichkeit, sich große Mengen an Silber und Gold mithilfe von Barzahlungen in Höhe von bis zu 15.ooo Euro anzueignen. Auch dies stimmt nicht mit den Zielen der Zentralbank überein. Ein Bargeldverbot macht diese Art von Transaktionen unmöglich.

Gleichzeitig existieren Modelle, dass die Gefahr des Bargeldes in Deutschland und anderen Teilen Europas beziehungsweise der Welt durch einen sehr einfachen Denkfehler im Bereich der Marktwirtschaft zustande kommt. Dieser hat weder mit Drogen noch mit Terrorismus zu tun. Vielmehr steht er im unmittelbaren Zusammenhang mit Konsum.





Bargeldverbot fußt auf widerlegter Wissenschaftstheorie

Der Ursprung des Bargeldverbots beruht auf einer falschen Grundannahme der keynesianischen Wirtschaftswissenschaften. Diese unterteilen sich in zwei verschiedene Denkmuster und Theorien, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Einerseits existiert die Österreichische Schule der Nationalökonomie. Dem gegenüber positioniert sich der Keynesianismus. Letzterer gilt als größte weltweite Denkrichtung, die von einem sehr hohen Prozentsatz aller Zentralbanker und Politikern akzeptiert wird.

An dieser Stelle ist das eigentliche Problem zu verorten, denn obwohl der Keynesianismus flächendeckend über Deutschlands Grenzen hinaus an Hochschulen gelehrt wird, ist er nicht korrekt. Die Fehlannahme, dass Wohlstand nur durch Konsum entstehen kann, gilt als universelle Basis dieser Denkrichtung. 
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Ansichten immer wieder gepredigt werden. Sobald sich ein Staat in einer wirtschaftlichen Krise befindet, rufen Politiker ihre Bürger dazu auf, hohe Investitionen und Ausgaben zu produzieren. Unter dem Decknamen Konjunkturpaket werden Konzepte entworfen, damit Menschen mehr konsumieren. Während dessen erfolgt zudem eine Steigerung der Staatsausgaben und die jeweilige Zentralbank kurbelt den Druck von neuem Geld an. Auch die letzten beiden Vorgehensweisen vonseiten der Entscheidungsträger dienen der gezielten Konsumsteigerung.

Hohe Lebensqualität und Wachstum durch Produktion

Innovativen wirtschaftlichen Denkrichtungen zur Folge entsteht jedoch gesellschaftlicher als auch staatlicher Wohlstand überhaupt nicht durch Konsum, sondern vielmehr durch Produktion. Werden mehr Güter hergestellt, folgt unweigerlich der erhöhte Konsum. Warum ist das so? Sobald eine Produktionssteigerung erfolgt, sind mehr Lebensmittel, mehr Wohnraum, mehr Strom und andere Dinge des Alltags verfügbar. Gleichzeitig folgt eine unmittelbare Preissenkung vieler Güter. Folglich können sich Bürger ausgewählter Staaten all diese Gegenstände und Sachgüter leisten, wodurch sich der Lebensstandard sukzessiv erhöht.

Am Beispiel eines Bauern lässt sich dieses Prinzip schnell verdeutlichen. Im Frühling besitzt er eine nur eine begrenzte Menge an Kartoffeln. Seinen Schätzungen zur Folge würde er sich damit niemals bis zum Folgejahr versorgen können. Also fasst er den Entschluss, nicht alle Kartoffeln auf einmal zu verzehren, sondern einen bestimmten Teil seines Gutes anzubauen. Nach einer reichhaltigen Ernte freut sich der Bauer im Herbst, denn sein Tisch wird bis weit ins folgende Jahr reichlich gedeckt sein. Sein Reichtum ist nicht dadurch entstanden, dass er alle Kartoffeln auf einmal aß. Nein, er sparte sich einen bestimmten Teil auf und pflanzte ihn an. Durch Einsparungen konnte er seinen Ernteertrag (Produktion) erhöhen, wodurch er schließlich mehr konsumieren kann und die Grundannahme des Keynesianismus widerlegt sei.

Konsum vernichtet auf jeden Fall

Einen weiteren Beleg für diese falsche Annahme ist die, dass Hyperinflation aus einem gesteigerten Konsum zugunsten des Wohlstands folgen müsste. Wäre also ein gesteigertes Kaufverhalten tatsächlich die Ursache für Reichtum, könnte sich die Wirtschaft ausschließlich eine extrem starke Inflation retten. Die Hyperinflation ist dadurch gekennzeichnet, dass kein Bürger spart und aufgrund dessen die Wirtschaft Spitzenerfolge verbucht. Die Lust zum Ausgeben von gerade erhaltenem Geld entsteht durch den rapide sinkenden Wert desselbigen.

Aber in Wirklichkeit löst Hyperinflation nicht den erwünschten Wohlstand, sondern Armut und Zerstörung einer Gesellschaft aus. Die Begründung läuft auf oben ausgeführte Argumente hinaus, denn reich kann nur derjenige werden, der auch spart und nicht extrem konsumiert.

Nun schließt sich die Frage an, inwiefern das Bargeldverbot hiermit verbunden ist. Im Endeffekt handeln Politiker als auch die Zentralbanken exakt nach den vom Keynesianismus definierten Prinzipien. Durch die Einführung von Negativzinsen zahlen sich Ersparnisse auf lange Sicht nicht mehr aus. Infolge dessen profitieren die Menschen durch verstärkten Konsum auf den ersten Blick mehr. Da jedoch die Produktion nicht parallel dazu angekurbelt wird, wird dieses Konzept in kurzer Zeit scheitern. Von Reichtum und Zufriedenheit wird keine Spur mehr sein.

Wann kommt das Bargeldverbot?

Da das Bargeldverbot nicht wirklich von heute auf morgen in Deutschland zu etablieren ist, steht bei dieser Frage ein anderer Aspekt im Vordergrund: Sind erste Anzeichen eines Bargeldverbotes bereits in Deutschland erkennbar?
Grundsätzlich existiert laut europäischen Wirtschaftsexperten und Politikern ein EU Dokument, welches die Bargeldabschaffung für das Jahr 2016 bereits vorsieht. In diesem Zusammenhang gibt es ein interessantes Detail: Obwohl der Eindruck entsteht, dass das Bargeld dem Deutschen quasi heilig ist, werden im Hintergrund bereits wesentliche Grundlagen dafür geschaffen, dass jede in Deutschland lebende Person zur Lebensbewältigung notwendige Transaktionen unabhängig von Bargeld durchführen kann. Ursprünglich war eine Rechtsgrundlage für Ende 2016 vorgesehen, nach welcher jeder in deutsche Bürger ein Recht auf ein Girokonto erhält. Schließlich kann nur derjenige auf elektronischem Weg zahlen, der ein eigenes Konto besitzt. Dieser Beschluss wurde jedoch in einer Nacht- und Nebelaktion vom Deutschen Bundestag bereits Anfang des Jahres verabschiedet. Es folgt die Vermutung, dass an einem baldigen Bargeldverbot doch etwas dran sein könnte.

Abschaffung des Bargeldes: Ein Gerücht

Demgegenüber stehen jedoch Aussagen von Europa-Abgeordneten, welche bestätigen, dass es sich hierbei ausschließlich um ein Gerücht handeln würde. So widmen sich den Politikern zur Folge nur Forschung und Wirtschaft dem bargeldlosen Geldverkehr. Begründet werden angeblich nicht existierende Konzepte einer Bargeldabschaffung aufgrund fehlender technischer Standards in Europa. So entsprechen die europäischen Netze nicht einmal dem geforderten Mindestniveau. Dies gilt auch für aktuell verwendet Apps zum bargeldlosen Einkaufen. Schlussendlich beenden jene Politiker diese Argumentation, indem sie auf stark erhöhte Risiken einer möglichen Cyber Attacke hinweisen. Letztere kann die gesamte Volkswirtschaft einstürzen lassen. Nicht zuletzt dürfe jedoch nicht der Fehler begangen werden, aufgrund des sich stark zurückgehenden Trends der bargeldlosen Transaktionen eine direkte Verbindung eines möglichen Bargeldverbotes abzuleiten.

Warum will der Staat das Bargeldverbot?

Im Grunde genommen ermöglicht das Bargeldverbot nicht nur die absolute Kontrolle über sämtliche Transaktionen von Privat- und Geschäftspersonen. Vielmehr beabsichtigt der Staat mithilfe der Abschaffung von Barzahlungsmöglichkeiten ein sofortiges Aufdecken auffälliger Geldbewegungen auf den Konten. Politiker führen diesbezüglich an, dass es hierbei um nationale als auch internationale Transaktionen geht. Erste Maßnahmen bezüglich des internationalen Geldverkehrs wurden bereits getroffen. Personen, die in von Deutschland nach Frankreich reisen, dürfen maximal 10.000 Euro an Bargeld mitnehmen. Bis vor Kurzem waren noch 5.000 Euro mehr gestattet.

Auch der Schwarzmarkt soll durch das Bargeldverbot deutlich eingeschränkt werden. Dies ist verständlich, denn der Staat gleicht einem parasitären Geschöpf, welches nur existieren kann, wenn es tatsächlich etwas vom großen Kuchen der Bürger abbekommt. In diesem Fall sind es die Steuern, welche bei Handelsgeschäften abfallen und staatliche Aktivitäten im Endeffekt kräftig finanzieren. In diesem Zusammenhang seien auch Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung mit genannt.

Weniger kriminelle Machenschaften durch ein Verbot von Bargeld

Zudem nennen verantwortliche Stellen weitere Vorteile, die durch die Einführung des Bargeldverbots entstehen. Drogengeschäfte, Frauenhandel und Menschenhandel im Allgemeinen sollen angeblich ohne Bargeld nicht mehr notwendig werden. Es stellt sich die Frage, ob in diesen Milieus überhaupt mit Banknoten und Scheinen hantiert wird. Vielmehr scheint es sehr wahrscheinlich, dass Verantwortliche dieser Bereiche bereits entsprechende Maßnahmen ergreifen, um künftig andere Währungen beziehungsweise Zahlungsmittel zu nutzen. Es liegt zudem nahe, dass die aus Medien bekannten Geldübergaben von Drogendealern in Wirklichkeit überhaupt nicht auf diese Weise ablaufen. Auch Geldwäsche läuft mithilfe anderer Methoden jeden Tag an zahlreichen Orten Deutschlands ohne Bargeld ab.

Mit Bargeldverbot gegen weltweiten Terror

Auf weltweiter Ebene dient die Einführung des Bargeldverbots zudem nach Angaben der deutschen Politiker der aktiven und nachhaltigen Bekämpfung von Terrorismus.

Kleinkriminalität wie beispielsweise Taschendiebstahl, Banküberfälle oder Einbrüche sollen den verantwortlichen Stellen zur Folge ebenso eingedämmt werden. An dieser Stelle lohnt sich jedoch ein Blick auf statistische Angaben. Diese verraten, dass beispielsweise Taschendiebstähle oder Banküberfälle schon lange nicht mehr an erster Stelle stehen. Nicht zuletzt stellt sich an dieser Stelle auch die Frage, warum ein Taschendieb es nicht auf Kreditkarten abgesehen haben könnte?

Am interessantesten beziehungsweise sogar am witzigsten scheint das Argument, dass Bargeld insofern unpraktisch ist, als dass es bei Bränden oder Unfällen zu Schaden kommen könnte. Kreditkarten werden zwar bei diesen Aktivitäten zerstört, können jedoch im Nachhinein wieder seitens der Bank ersetzt werden und das Guthaben auf den Konten bleibt erhalten. Es stellt sich hier nur die Frage wie lange, wenn plötzlich auch für den Bürger Negativzinsen eingerichtet werden.

Neben all den hier angeführten Begründungen betonen deutsche Politiker aktuell ein Argument am stärksten. Mithilfe des Bargeldverbots soll vor allem Korruption heftig minimiert werden. Schließlich gehört dieser Bereich zu den größten Verlusten einer Gesellschaft.

Perspektivische Vernetzung des Zahlungs- und Gesundheitswesens

Fast nebenbei erwähnen sogenannte Experten, dass sich elektrisch erfasste Konsumprofile beispielsweise auch sehr einfach mit den persönlichen Gesundheitsdaten kombinieren lassen. Zur eigenen Sicherheit könnte dann beispielsweise eine alkoholabhängige Person keinen Alkohol mehr an der Kasse bezahlen. Da sich sehr wahrscheinlich eine parallele Tauschkultur entwickeln wird, lässt sich auch dieses angeblich positive Argument gezielt entkräften.

Eine sehr umstrittene Studie der Steinbeis Hochschule Berlin belegt zudem die immensen Kosten in Höhe von 12,5 Milliarden Euro pro Jahr, die aufgrund von Bargeld entstehen. Entsprechende nutzen Befürworter des Bargeldverbots diese Zahlen und unterstreichen den ökonomischen Vorteil für den Staat.

Wer profitiert vom Bargeldverbot?

Um zu verstehen, wer nun tatsächlich von einem Bargeldverbot profitiert, sei das vorherige Beispiel der Korruptionsverhinderung herangezogen. Was ist Korruption? Es handelt sich hierbei um eine Meinungsänderung oder Handlung, welche nicht aus Überzeugung, sondern vielmehr aus ökonomischen Gründen durchgeführt wird. Jemand bekommt es, damit er eine gewünschte Position vertritt. Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt. Den Argumenten der deutschen Regierung zur Folge verhindert das Bargeldverbot Korruption, da der Austausch von großen Summen Bargeld überhaupt nicht mehr stattfinden kann. Auch hier ist wieder Achtung geboten, denn Korruption im großen Stil läuft schon seit vielen Jahren nicht mehr mit Barem. Vielmehr wird mit anderen Mitteln gearbeitet. Wertvolle Geschenke, Gutscheine, Luxusleihwagen, Fünf-Sterne-Hotels oder Reisen in die Karibik in der ersten Klasse sind Mittel, welche beispielsweise im Bereich des neuen Journalismus eine sehr große Rolle spielen. Parteien, Unternehmen der Baubranche oder einzelne Politiker laden Journalisten im Vorfeld der Berichterstattung zu eben genannten kostenfreien Unternehmungen im Wert von 20.000 bis 30.000 Euro ein. Im Endeffekt wird bewusst, dass die wirklich große Korruption nicht mehr mithilfe von Bargeld gelebt wird. Gleichzeitig ist zu beachten, dass diese Korruption in Deutschland tagtäglich in gehäufter Form auftritt. Es ist offensichtlich, dass ein Bargeldverbot Korruption nicht abschaffen kann.

Vielmehr handelt es sich hierbei um einen politischen Deckmantel, welcher ganz bestimmten Initiatoren Vorteile bietet. Schließlich wurde die Bargeldabschaffung bereits auf europäischer Ebene unaufhaltsam eingeleitet.

Rentable Einnahmequelle für Dienstleister

Darüber hinaus profitieren Unternehmen wie beispielsweise das Kreditkarten-Monopol Visa an bargeldlosen Transaktionen in allen Lebensbereichen. Aber auch für andere Dienstleister, die mit Kartenzahlungen in Verbindung stehen, ist die Bargeldabschaffung ein wahrhaftiger Segen. Allem voran gehen in diesem Zusammenhang jene Hersteller (beispielsweise NXP) von Computerchips, die Transaktionen mithilfe von Smartphones ermöglichen. Ebenso kann Apple mit einer Umsatzsteigerung aufgrund des Bargeldverbots rechnen. Bereits heute nutzen viele Europäer Apple Pay für elektronische Transaktionen mit dem iPhone.

Auch virtuelle Verkaufsplattformen werden unweigerlich von einem Bargeldverbot profitieren.

Was sagen Experten über das Bargeldverbot?

Aktuell werden in Deutschland rund 60 Prozent der Tagesgeschäfte mithilfe von Bargeld bezahlt. Hierbei geht es um alltägliche Dinge wie beispielsweise der Wocheneinkauf, die Brötchen beim Bäcker, die U-Bahn oder auch Elektrogeräte wie MP3 Player oder Smartphones. Zudem genießt die deutsche Bevölkerung es auch, kostenintensivere Produkte cash auf die Hand zu begleichen. Hier ist die Sprache vom Hightech Fahrrad oder auch dem Gebrauchtwagen beziehungsweise Kautionen für Mietwohnungen. Werden auch diese Geldtransaktionen mit in die Betrachtung involviert, handelt es sich bei insgesamt 80 Prozent der Zahlvorgänge um Bargeschäfte.

Im Gegensatz zu Skandinavien, wie beispielsweise Schweden wurden in Deutschland jährlich rund 6 Millionen Euro Geldschäden verursacht. Bis heute handelte es sich dabei um Fälschungen von Geld, Diebstahl von Geldbörsen beziehungsweise nächtliche Einbrüche. Im ersten Augenblick klingt dies viel, ist jedoch im Vergleich zu anderen Delikten eine Summe, die nicht stark ins Gewicht fällt. Nun sei der Blick auf jene Straftaten gerichtet, die im Bereich krimineller Handlungen in Bezug auf Bankkonten, Kredit- oder Girokarten angesiedelt sind. Hier zeichnet sich ein komplett anderes Bild, denn der bis dato in Deutschland verursachte Schaden zulasten der Bürger beträgt mehr als 60 Millionen Euro.

Experten zweifeln an staatlicher Argumentation

Damit ist aus Sicht von Experten das Thema Kriminalitätsprävention durch Bargeldverbot nicht gerechtfertigt. Einerseits ist die Kriminalitätsrate im Zusammenhang mit Bargeld sehr gering. Im Gegensatz kommen andere Gewaltformen im Zusammenhang mit ökonomischen Betrug zehn Mal öfter vorkommen. Sollte das Bargeldverbot tatsächlich geltend gemacht werden, weisen Experten auf andere Gewaltformen im Zusammenhang mit Betrug mit Geld hin. Im Unterschied zu bisherigen Varianten werden diese bedrohlicher beziehungsweise in aggressiverem, größerem Umfang stattfinden. Erste Anzeichen hierfür zeigen sich bereits. So handelt es sich bei aktuellen Vorfällen bei Transaktionen und Ähnlichem um deutlich höhere Geldsummen, als dies beim Diebstahl von Geldbörsen der Fall sein könnte. Sobald jedoch überhaupt kein Bargeld mehr zum Einsatz kommt, werden es Straftäter hauptsächlich auf Geldbörsen mit Kreditkarten abgesehen haben. Aber genau an dieser Stelle wird es mit großer Sicherheit zu einem veränderten Machteinsatz seitens der Kriminellen kommen. Denn schließlich funktionieren Bankkarten ausschließlich in Kombination mit einer notwendigen Geheimzahl zum Geldabheben beziehungsweise zum Einkauf. Diese werden sich Täter mit großer Wahrscheinlichkeit auf gewaltsame Weise einfordern, sollten sie keine Möglichkeit sehen, den PIN zu hacken. Experten zur Folge geht das Bargeldverbot schließlich mit einer zusätzlichen Notwendigkeit an entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen einher. Dennoch wird es auch hier problematisch, da die mögliche Gefahr nicht im Voraus kalkulierbar ist.

Neue kriminelle Konzepte

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass sich auch die Vorgehensweise der Straftäter ändern wird. Heutzutage warnt die Polizei vor allem in den dunklen Jahreszeiten vor vermeintlichen Einbrechern. Auch nachts besteht in Großstädten oder auch abgelegenen Wohnvierteln eine erhöhte Gefahr. Wenn Einbrecher jedoch davon ausgehen können, dass kein Bargeld mehr zu Hause eingelagert wird, sind neue Strategien notwendig. Ein Einbruch macht in diesem Zusammenhang nur dann Sinn, wenn auch Personen anwesend sind, denen Kreditkarten abgenommen werden können beziehungsweise, die auch das Passwort kennen.

Nicht zuletzt verloren Betroffene durch einen Diebstahl der Geldbörse bis heute vielleicht ein paar Hundert Euro und eventuell auch die Checkkarten. Das ist unangenehm und ärgerlich, vielleicht auch sehr zeitintensiv, aber: Ändert sich jedoch der Fokus der Täter aufgrund des Bargeldverbotes, erhöhen sich die ergatterten Beutegänge nicht nur, sondern können einzelne Existenzen der deutschen Bevölkerung zerstören, wenn komplette Konten leer geräumt werden.

Schreckensszenarien häufen sich: Ein Blick in die Zukunft

Obwohl sich zahlreiche Experten gegen das Bargeldverbot äußern und dies zurecht mit teilweise auch verschiedenen Argumenten, treffen sie sich jedoch in einem Punkt immer wieder: Das gesamte Szenarium gleicht jetzt bereits dem berühmten Werk 1984 von George Orwell. Die oben ausgeführten Argumente lösen vielleicht bei dem einen oder anderen Leser Schaudern aus. Aber Ökonomen und Historiker führen diese Gedanken noch weiter, wobei gleich darauf hingewiesen sei, dass es sich in einzelnen Ländern der EU schon längst nicht mehr um Ideen handelt. Als Beispiel hierfür sei die Pflichtimplantation von Chips bei der Geburt genannt. In Großbritannien ist dies bereits gang und gebe. Nun ziehen auch hier die Schweden nach. Der Mikrochip verbleibt ein Leben lang im Körper und ermöglicht nicht nur das Bezahlen im Supermarkt oder Kiosk, sondern erfasst auch weitere Daten des alltäglichen Lebens. Kritikern der Chips zur Folge kann dies auch als hervorragende Möglichkeit dienen, die einheitliche Zwangsimpfung für alle in Deutschland lebenden Personen einzuführen. Hinzu kommt, dass bereits jetzt Engländer gehäuft einen Job nur genau dann bekommen, wenn sie einen implantierten Chip aufweisen können. Für Deutschland steht dieser Aspekt noch nicht wirklich zur Diskussion, dennoch liegt seitens der EU bereits seit dem Jahr 2012 ein entsprechender Beschluss vor, die europaweite Chipimplantation. Bei Hunden und Katzen gehört dies jedoch zum Zwecke der Wiedererkennung bereits dazu. Dennoch gilt nicht nur das Bargeldverbot in Deutschland als erster möglicher Schritt zur totalen Kontrolle. Erste Anzeichen hierfür ist beispielsweise auch die Diskussion um die Haftpflichtversicherung der freiberuflich tätigen Hebammen. Es gibt Experten im Gesundheitswesen, die eine gezielte Vernichtung der natürlichen Geburtshilfe als Wegbereiter für kontrollierte Krankenhausgeburten und damit auch eine einheitliche Chipimplantation für alle Neugeborenen in Deutschland ermöglichen.

Diese Expertenmeinungen geben einen klaren Hinweis auf mögliche Hintergründe dieser unter dem Namen Bargeldverbot geführten Debatte.

Wo liegen die wahren Gründe für ein Bargeldverbot?

Kritische Wirtschaftsökonomen und Journalisten sehen die aktuelle ökonomische Entwicklung des Euro als Hauptursache für das Bargeldverbot. Aufgrund der unsicheren Situation der europäischen Währung ziehen es bereits viele Bürger vor, Bargeld anstatt auf ihrem Bankkonto oder dem Sparbuch lieber zu Hause unter der Matratze zu lagern. Verschärft sich jedoch die ungünstige Entwicklung des Euro, kann es sein, dass auf einmal ein Großteil der deutschen Bevölkerung zur Bank geht und ihr Geld vom Konto abheben möchte. Experten zur Folge bricht jedoch das deutsche Bankenwesen bereits zusammen, wenn sich jeder zehnte Bürger für diesen Schritt entscheiden würde. Hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Warum kann eine Bank nicht einmal das Bargeld von zehn Prozent ihrer Klienten auszahlen?

Die Begründung hierfür liegt auf der Hand. Eine deutsche Bank hat lediglich zwei Prozent von all den angelegten oder eingezahlten Geldbeträgen als Echt Geld vorliegen. Die sogenannten Einlagen sind lediglich bei Sparkassen etwas höher und betragen circa acht bis zehn Prozent. Bei den restlichen Ersparnissen oder besser gesagt Ergebnissen auf Kontoauszügen handelt es sich um sogenanntes Giralgeld. Es existiert quasi nur auf dem Papier beziehungsweise als elektronische Zahl. Ein Großteil der Bevölkerung weiß jedoch nicht, dass es sich bei Giralgeld nicht um wirkliches, echtes Geld handelt. Im Endeffekt ist es nur bis zu einem begrenzten Maß möglich, sich sein gesamtes Konto von der Bank in Form von Bargeld auszahlen zu lassen.

Folgen einer ungünstigen Entwicklung

Die Ursachen für diese Misere sind sehr komplex. Zu einem der Hauptgründe gehört jedoch die Tatsache, dass die Kreditvergabemöglichkeiten seitens der Banken mit steigenden Bargeldeinzahlungen erweitert beziehungsweise überdimensional potenziert wurden. Früher brachte Bürger A 10.000 Euro zur Bank und im gleichen Augenblick konnte diesem einen weiteren Bürger B einen Kredit über 10.000 Euro ermöglichen. Heute gilt dies nur noch sehr begrenzt, infolge dessen entsteht eine enorm hohe Summe des sogenannten Giralgeldes. Bürger B muss jedoch seinen Kredit inklusive hoher Zinsen bedienen. Ist dies nicht mehr möglich, haftet er mit seinem Privateigentum für den Selbigen. In beiden Fällen macht die Bank beachtenswerte Gewinne. Dabei spielt es keine Rolle, ob Bürger B aufgrund von Zahlungsausfällen enteignet wird oder die regelmäßigen Raten mit Aufschlag zahlt.

Wird das Bargeldverbot realisiert, können Bürger ihr auf der Bank hinterlegtes Geld nicht mehr beziehungsweise nur in sehr geringem Umfang abheben. Bürger A hat damit nicht unbedingt die Möglichkeit, an sein Privatguthaben zu kommen. Während dessen laufen jedoch profitable Geldgeschäfte weiter und im Endeffekt profitiert auch hier nur die Bank.

Was haben Negativzinsen mit dem Bargeldverbot zu tun?

In einem vorherigen Abschnitt kursierte das Thema Negativzins bereits. Es stellt sich die Frage, an welcher Stelle dieser mit dem Bargeld an sich kollidiert. Banken können nur begrenzt eigene Einlagen selbst aufbewahren. Diese Aufgabe übernimmt ab einem bestimmten Schwellenwert die Europäische Zentralbank. Allerdings lässt diese sich eine Dienstleistung dieser Art mithilfe von Negativzinsen, dem sogenannten Einlagenzinssatz finanzieren. Banken zahlen an die Europäische Zentralbank aktuell –0,4 Prozent. Schweden hat einen Leitzins von -0,5 Prozent und in der Schweiz beträgt dieser -0,75 Prozent. Folglich ist daraus abzuleiten, dass die Notenbank (Zentralbank) das Geld im kontinuierlichen Umlauf, sei es in Form von Krediten an Privatkunden oder Unternehmen, wissen. In Deutschland verspürt der Anleger diese Zinsen nur bedingt. So gelingt den Banken bis heute eine geschickte Umlegung dieser. Einerseits sind die Mehrkosten der Bank anhand stark verminderter Zinssätze zu bemerken. Gleichzeitig steigen Kontoführungsgebühren oder anderes.

Negativzinsen oder Verzicht auf 500 Euro Scheine?

Wie bereits beleuchtet wurde, ist es jedoch nicht von Vorteil privaten Anlegern Negativzinsen in Rechnung zu stellen. Das gesamte Banksystem könnte kollabieren, da ein verstärkter Wunsch nach Barauszahlung des Gesamtguthabens entstehen würde. Auch die Banken versuchen verstärkt, höhere Bargeldsummen selbst im Tresor aufzubewahren, da die steigenden Negativzinsen nicht mehr lange durch Kostenerhöhung auf Seiten der Kleinsparer gedeckelt werden können. Aktuell gerät bereits das System der Sparkassen ins Schwanken. Experten zur Folge ist die Abschaffung der 500 Euro Scheine eine wohl überlegte Maßnahme seitens der Zentralbank. Fallen die 500 Euro Scheine weg, benötigen die Banken mehr Platz, um die Spareinlagen einzulagern. Da diese über begrenzte Platzressourcen verfügen, müssen sie auf die Tresore der Zentralbank zurückgreifen und die Negativzinsen weiterhin zahlen.

In der Schweiz gehört dies seit einiger Zeit zur Praxis. Schlussendlich wird den deutschen Banken keine andere Möglichkeit bleiben, als den Privatanlegern ebenso Strafzinsen in Rechnung zu stellen. Nur so kann das wacklige Schuldenkartenhaus der europäischen Staaten aufrechterhalten werden.

Damit wird deutlich, dass die Bargeldabschaffung nicht der vorrangigen Rettung der Banken gilt.

Wer entscheidet über das Bargeldverbot?

Im Grunde genommen trifft die erste Entscheidung über eine schleichende Abschaffung des Bargeldes die Europäische Zentralbank. Aber das Gesetz für ein offizielles Zahlungsmittel in Deutschland ist seitens der Regierung zu verabschieden. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages müssen hierzu einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Eine erste Gesetzgebung wurde zwischen 2013 und 2015 bereits von Deutschland, aber auch anderen Ländern wie Neuseeland, Kanada, den USA, Großbritannien und Zypern veranlasst. In dieser Schrift wird per Gesetz den Banken vorgeschrieben, dass sie im Fall einer Krise alle Bankeinlagen von Staatsbürgern einzufrieren sind. Nach diesem Vorgang werden sämtliche Besitztümer in Form von Einlagen von der Bank in Beschlag genommen. In der Praxis konnten die Ausmaße des EU-Rettungspaketes im Fall Zypern 2013 bereits zum Nachteil aller erprobt werden.

Es existieren Spekulationen darüber, dass bereits EU Beschlüsse vorliegen, die ein Bargeldverbot für 2018 planen. Es bleibt die Frage offen, ob eine Europa weite Bargeldabschaffung im Fokus der Betrachtung steht. Gleichzeitig gilt zu bedenken, dass es nur dann alle wirtschaftlichen Vorzüge auszuschöpfen wären.

Schlussendlich müssen sich die Länder jedoch nach den Maßstäben dieser Verordnungen richten.

Da aber Banken, Zentralbanken und die einzelnen Regierungen voneinander abhängig sind, entsteht das mögliche Bargeldverbot schlussendlich auf Grundlage eines gemeinsamen Beschlusses dieser einflussreichen Institutionen.

Bis hier hin klingt die Argumentation recht schlüssig. Auf den ersten Blick scheinen Regierungen hierbei offizielle Wege zu gehen und sich an rechtliche Vorgaben zu halten. Jedoch gibt es hinter dem politischen Szenarium, welches letztendlich von Banken und Wirtschaft mitgesteuert wird, noch einen Regisseur.

Bilderberger Konferenz führt Europa

Stellen wir uns einmal die gesamte Regierung samt internationaler Zusammenkünfte wie beispielsweise der G-8 Gipfel, als eine aufwendig inszenierte Theateraufführung vor. Jedes einzelne der staatlich abhängigen Medien, sei es Fernsehen, Radio oder Zeitung berichtet tagtäglich von dieser Aufführung. Wer hätte gedacht, dass aufgrund des bereits verfassten Drehbuches schon heute genau voraussehbar ist, was als Nächstes geschehen wird? Wer genau ist dieser hier erwähnte Regisseur? Es handelt sich im Endeffekt um die Bilderberger Konferenz.

Die ursprüngliche Bilderberg Gruppe vereinte sich das erste Mal im Jahr 1954 im niederländischen Hotel de Bilderberg (Oosterbeek). Prinz Bernhard lud damals ein. Der erste Impuls ging jedoch von Józef Retinger aus. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er eine beratende Stelle der polnischen Exilregierung inne. Danach folgten in den 1940er Jahren wichtige Ämter in Belgien. Schlussendlich legte Retinger all diese nieder und widmete sich einer neuen Herausforderung. Es handelte sich um vertrauliche, inoffizielle und regelmäßige Treffen zwischen US-amerikanischen und europäischen Politikern. Auch wichtige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie und den Medien waren stets anwesend. Insgesamt nehmen an der Bilderberger Konferenz rund 130 Personen teil.

Die Teilnehmerliste wird stets nach dem Stattfinden dieser veröffentlicht. Das Gleiche gilt auch für die Tagesordnung. Zu besprechende Inhalte werden bereits im Vorfeld von einem speziell ernannten Komitee festgelegt. Nach den jeweils dreitägigen Treffen wird zwar vereinzelt über die Inhalte der Bilderberger Konferenz berichtet, jedoch niemals unter Angabe der Namen von Teilnehmern zitiert. Das Besondere dabei ist, dass in den Medien kaum über die Bilderberger berichtet wird. Obwohl seitens der Teilnehmer und Organisatoren immer wieder bestätigt wird, dass alle Bilderberger ausschließlich als Privatpersonen anwesend sind und ihren Standpunkt in Form eines Kurzvortrages mit in die Runde bringen, bezweifeln Kritiker, dass der tatsächliche Einfluss der Bilderberger auf politischer und marktwirtschaftlicher Ebene nicht zu unterschätzen sei.

Dies begründen Bilderberg Kritiker vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Finanzierung der Sicherheitsvorkehrung mit staatlichen Geldern auf Kosten der Steuerzahler erfolgt. Öffentliche Quellen zur Folge tragen jedoch die Teilnehmer ihre Kosten für die Anreise selbst. Die Finanzierung von Kost und Logis übernehmen private Sponsoren. Hier sind Ausnahmen zu beobachten, welche nicht durch das abwertende Bild vermuteter Verschwörungstheorien entkräftet werden können. Vielmehr wächst die Anzahl jener, die an der uneingeschränkten Macht der Bilderberg Konferenz nicht mehr zweifeln.

Bilderberger skizzieren die Zukunft

Auffällig dabei ist, dass jeweils kurz nach den jährlich stattfindenden Treffen der Bilderberg bewegende Veränderungen stattfinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese sich in Europa oder Nordamerika treffen. Einerseits handelt es sich hierbei um beachtliche Karrieresprünge. 2008 nahm Barack Obama teil, danach wurde er US Präsident. Drei Jahre vorher nahmen Angelika Merkel und Gerhard Schröder teil. Letzterer hatte nicht einmal eine offizielle Einladung, doch wenige Wochen nachher folgte das Misstrauensvotum Schröder und Angelika Merkel wurde deutsche Kanzlerin. Jürgen Schrempp nahm 1994 teil und wurde infolge dessen Leiter der Daimler Benz AG. Ähnliche Folgen waren nach der Bilderberg Konferenz und der Teilnahme von Tony Blair (1993), Bill Clinton (1991), Helmut Kohl (1982), Margaret Thatcher (1977) und Helmut Schmidt (1973) zu beobachten. Jean-Claude Trichet nahm an der Bilderberg Konferenz 2003 teil und wurde kurz darauf Präsident der Europäischen Zentralbank. Im Jahr 2011 fand das geheime Treffen der Bilderberger in der Schweiz (St. Moritz) statt. Hier nahm beispielsweise Mario Draghi teil. Ab November des selbigen Jahres wurde er Präsident der Europäischen Zentralbank. 2011 nahm ausnahmsweise auch Christine Lagarde teil, worauf sie zur Direktorin des Internationalen Währungsfonds aufstieg. Können diese Highlights Zufall sein?

Andererseits gehören auch vernichtende Beschlüsse zu den Themen der Bilderberg Konferenz. Im Sommer 2008 tagte die Bilderberg Konferenz in Washington D.C., daraufhin ging die Investmentbank namens Lehman Brothers Pleite. Im Folgejahr begann die Krise von Athen und kurz danach begann der griechische Schuldentopf zu brodeln. Noch heute sind die Nachwehen dieser zu spüren. Nicht zuletzt hängt dies damit zusammen, dass deutsche Gelder in gigantischen Mengen investiert wurden. Im Mai 2015 stand auf der Tagesordnung der Bilderberg Gruppe beispielsweise die akute Zunahme von Flüchtlingsströmen nach Europa, der Ukraine Konflikt als auch die sukzessive Abschaffung vom Bargeld an oberster Stelle. Kann es ein Zufall sein, dass kurz darauf die Anzahl der Flüchtlinge drastisch zunahm und deutsche Städte teilweise außer Kontrolle gerieten beziehungsweise trotz vorheriger Informationen kaum genügend Ressourcen verfügbar waren?

Dieses Jahr fand die Bilderberger Konferenz Anfang Juni in Dresden statt. Inhalt war unter anderem die Fortführung großer Flüchtlingswellen nach Europa. Auch aggressive Vorgehensweisen gegen die russische Regierung war Bestandteil der Tagesordnung. Im Nachhinein folgte die Verlegung von 250 Panzern, Kampffahrzeugen, Haubitzen, 1.700 Fahrzeuge und 4.200 Soldaten der NATO.

Bilderberger Konferenz und Bargeldverbot

Bei der diesjährigen Bilderberg Konferenz waren erneut anwesend Paul Michal Achleitner (Vorsitzender vom Aufsichtsrat der Deutsche Bank AG), Mathias Döpfner (Vorstandsmitglied der Axel Springer AG), Thomas Enders (wissenschaftlicher Mitarbeite der Forschungsabteilung des Konrad-Adenauer-Stiftung und Assistent im Deutschen Bundestag), Julia Jäckel (Gruner + Jahr AG & Co. KG), Joe Kaeser (Vorsitzender der Siemens AG) und Ursula von der Leyen (Bundesministerin der Verteidigung). Erstmalig dabei waren bei der diesjährigen Bilderberg Konferenz Stanislaw Tillich (Ministerpräsident vom Freistaat Sachsen), Hans-Werner Sinn (Vorsitz des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung), Thomas Maiziere (Staatssekretär vom Kultusministerium von Mecklenburg Vorpommern), Carsten Kengeter (CEO (Chief Executive Officer) der Deutschen Börsen Group), Thomas Höttges (Leitung des Geschäftsbereichs Dienstleistung und Unternehmensberatung Mummert & Partner, diverse Posten bei der Telekom AG), Thomas Ebeing (Managerposten bei Reemstma und Pepsi-Cola Deutschland) und John Cryan (Deutsche Bank AG Vorsitzender).

Schlussendlich scheint die Abschaffung des Bargeldes einen wesentlichen Bestandteil der diesjährigen Konferenz dargestellt zu haben. Die Betrachtung der Tätigkeitsbereich von jenen Teilnehmern von 2015, aber auch 2016 gibt eindeutige Hinweise darauf, dass sich in Deutschland eine Änderung ankündigt. Diese wird sich definitiv im ökonomischen und wirtschaftlichen Bereich abspielen. Nicht umsonst waren schließlich Politiker wie Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble auch mit von der Partie.

Aber was hat die Bilderberger Konferenz mit dem Bargeldverbot zu tun?

Bilderberger Kritiker sprechen von einer Schattenregierung, die mit nur wenigen Konferenzen große, zum Teil weltweite Veränderungen hervorrufen kann. Die hochelitäre Gruppe betreibt schlussendlich aktiv Politik, welche schlussendlich auf eine totalitäre Kontrolle aus ist. Durch die Zerstörung der existierenden Weltökonomie kann es den Bilderbergern gelingen, Kontrolle durch Gleichschaltung, Einfluss und Überwachung zu bekommen. Aufgrund der unüberschaubaren Anzahl der Bevölkerung kann diese Kontrolle niemals gewährleistet werden. Vielmehr ist ein Medium dazwischen zu schalten, welches die Nationen quasi im Sinne eines totalitären Systems regiert. Was würde sich hierfür besser eignen, als das Geld? Folglich beabsichtigt die Bilderberger eine totale Kontrolle jeder monetären Transaktion. Auf diese Weise wäre das Volk komplett in den Händen der Schattenregierung.

Spieglein, Spieglein an der Wand: Was sagen die Bilderberger voraus?

Als Beispiel des beeindruckenden Einflusses sei die Ölkrise der 1970er Jahre erwähnt. Die Bilderberger sprachen von einer notwendigen Erhöhung des Ölpreises auf das Vierfache und tatsächlich wurde dieser Preis im Jahr 1973 erreicht. 1988 thematisierte die Bilderberger Konferenz die deutsche Frage. Hierzu war Helmut Kohl eingeladen. Im nachfolgenden Jahr fand die Wiedervereinigung Deutschlands statt. Kritiker der Bilderberg Konferenz vermuten, dass Kohl im Gegenzug dazu den Weg für die Einführung des Euro freimachen sollte. Spannenderweise war der Bundeskanzler nie wieder bei einer dieser Tagungen dabei.

Danach folgte 2005 in einem weiteren Treffen der Bilderberger die Thematisierung einer weltweiten Steuer. Das geschah einige Jahre nach der Einführung des Euro. In den nachfolgenden Jahren häuften sich die Krisen und im Grunde genommen sind die EU Staatsbürger müde von den anhaltenden, einem Krieg ähnelnden Spannungen. Zuletzt geht die angeblich versehentliche Meldung raus, dass sich die deutsche Bevölkerung einen Vorrat für die alleinige Versorgung während zehn Tage einer möglichen Krise anlegen sollte.

Während dessen laufen Diskussionen rund um die Abschaffung des Bargeldes auf Hochtouren. Befinden sich Deutschland und der Rest der Welt auf dem besten Weg in eine neue Weltordnung? Es gilt nun zu beobachten, welche Ereignisse sich nach dem diesjährigen nicht mehr geheimen Bilderberg Treffen in Dresden häufen werden. Vielleicht wurden weitere Weichen dafür gestellt, die Abschaffung von Bargeld tatsächlich bis 2018 zu erreichen. Mithilfe einer akuten Krisensituation im Jahr 2017 und der nachfolgenden, kompletten Enteignung des deutschen Bürgers wäre dies sicherlich möglich.

Wie soll das Bargeldverbot eingeführt werden?

Seit dem 01.01.2016 gibt es in Deutschland für jeden Bürger ein Recht auf ein Girokonto. Experten empfehlen hierbei genau hinzuschauen. So war diese Maßnahme ursprünglich für Ende 2016 geplant, da die Einführung des Bargeldverbots jedoch anscheinend sehr dringend ist, wurden deutsche Bürger bereits frühzeitig mit der elementarsten Grundvoraussetzung zur Abschaffung des Bargeldes ausgestattet.

Gleichzeitig sind weitere, neue Richtlinien und Vorgaben von staatlicher Seite aus zu beobachten. Beispielsweise sind Handwerkerrechnungen nicht mehr steuerlich absetzbar, wenn sie bar beglichen werden.

Druck von 500 Euro Scheinen eingestellt

Aber auch die Abschaffung des 500 Euro Scheins kann als schleichende Maßnahme zur Abschaffung von Bargeld gewertet werden. Zwar argumentieren offizielle Stellen damit, dass mithilfe dieser Aktion die Schwarzwirtschaft stark dezimiert wird, aber in Wirklichkeit dient dieser große Geldschein vorrangig der Aufbewahrung von großen Geldsummen. Kaum ein normaler Bürger nutzt den 5oo Euro Schein als Zahlungsmittel. Aber an dieser Stelle folgt noch ein wichtiges Detail. Laut Aussagen von Sprechern der Europäischen Zentralbank beträgt der Anteil dieser Scheine insgesamt nur drei Prozent im Vergleich zu geringeren Werten. Dabei unterschlagen die Verantwortlichen jedoch, dass insgesamt rund 30 Prozent der gesamten, sich im Umlauf befindlichen Geldmenge aus 500 Euro Scheinen besteht. Die Angaben beruhen lediglich auf Schätzungen, genaue Zahlen können nicht ermittelt werden.

Dies gilt als weiterer Grund für das Bankgeldverbot, denn Verbrecher haben diesbezüglich leichtes Spiel und könnten neue Scheine dieser Größenordnung herstellen. An dieser Stelle folgt nun erneut die Frage, ob jene zwielichtigen Gestalten tatsächlich ihre Geschäfte einstellen werden, wenn der 500 Euro Schein nicht mehr existiert. Vielmehr gilt anzunehmen, dass Alternativen bereits konzipiert werden. Nicht zuletzt zeigt der Blick über den Tellerrand in die USA, dass kriminelle Machenschaften auch in einem Staat möglich sind, in dem die höchste Banknote 100 Dollar wert ist. Insofern gehört die Abschaffung dieser Banknote vor allem in Deutschland eindeutig zur Kategorie „Bargeldverbot“.

Finanzielle Gefangenschaft auf erwünschtem Territorium

Ein weiterer Aspekt der Bargeldbegrenzung besteht in einer gezielten Einschränkung bürgerlicher Chancen. Allem voran geht die gezielte Einschränkung von Fluchtmöglichkeiten in akuten Situationen, denn schließlich befindet sich das Geld nicht zu Hause, sondern auf der Bank. Tritt eine Extremsituation ein, kann der deutsche Bürger aufgrund der bereits beginnenden Bargeldeinschränkung nicht selbst agieren und wird komplett abhängige gemacht von einer vermeintlichen Rettungspolitik. Im Fall Zypern wurde zudem bewusst, dass entsprechende Maßnahmen nicht unbedingt Stück für Stück implementiert werden müssen, sondern im (inszenierten) Notfall auch von heute auf morgen durchsetzbar sind.

Die kritische Beobachtung politischer Entscheidungen, aber auch die kontinuierliche Information bezüglich der deutschen Geldpolitik gibt immer wieder Hinweise auf bald folgende Maßnahmen in Richtung Bargeldverbot. Ein genauer Plan liegt den Angaben von Wirtschaftsexperten und kritischen Ökonomen noch nicht wirklich vor, da bei jedem einzelnen Schritt stets die Reaktionen der deutschen Bürger beobachtet werden. Auf diese Weise kann die politische Strategie nach Bedarf angepasst werden.

Kann man sich gegen das Bargeldverbot wehren?

Eine Betrachtung des gigantischen Einflusses der Bilderberger Konferenz zeigt, dass nicht einmal die aktuell regierenden und eigentlich von deutschen Bürgern gewählten Politiker wirklich Einfluss auf die weitere Entwicklung des Bargeldverbotes haben. Auch all jene, welch nicht an die Weltmacht der Bilderberger glauben können anhand historischer Ereignisse Deutschlands und Europas sehen, dass das Bargeldverbot kommen wird. Unabhängig davon, wie lange es dauert, hat es sich bereits auf den Weg in Richtung Deutschland und Europäische Union gemacht. Die Wiedervereinigung kam 1989 und mit ihr die Währungsunion. Danach folgte kurz nach der Jahrtausendwende die Umstellung auf Euro Münzen trotz Protest. In diesem Zug begann zudem die virtuelle Eroberung Europas.

Zwischen Freiheit und sozialer Sackgasse

Wer schon einmal versucht hat, komplett ohne virtuelle Medien beziehungsweise Smartphone auszukommen, wird hier und da an den gesellschaftlichen Rand gedrängt. Ähnliche Formationen bilden sich in Form von kleinen Tauschgesellschaften. Oft ist dies jedoch auch mit einem Weg aus dem gesellschaftlichen miteinander verbunden.

Folglich kann die eigene Ablehnung des Bargeldverbotes verschiedene, teilweise kreative Charaktere annehmen. Einerseits bestimmt der Kunde den Markt. Nutzt er ausschließlich Bargeld zum täglichen Einkauf, setzt er ein aktives Zeichen und erschwert damit die Abschaffung von Münzen sowie Banknoten.

Rechtzeitig vorsorgen: Die Mischung macht´s

Experten raten zudem dazu, sich frühzeitig der staatlichen Totalüberwachung zu entziehen. Dies kann beispielsweise durch frühzeitige Investitionen in Edelmetalle wie Gold und Silber erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass keine von den Banken anerkannten Währungen verwendet werden. Grundsätzlich empfiehlt sich zudem eine Kombination von drei verschiedenen Elementen. Ähnlich wie in vergangenen Jahrhunderten ist eine Kombination aus Edelmetallen, Forstimmobilien als auch Index Wertpapieren empfehlenswert. Immobilien werden aufgrund der möglichen Zwangshypothek nicht mehr in jedem Fall empfohlen.

Gleichzeitig ist es ratsam, die Entwicklung von sogenannten neuen virtuellen Währungen zu beobachten. Sollten sich beispielsweise Bitcoins positiv entwickeln, können diese als elektronische und gleichzeitig anonyme Zahlungsmittel gute Dienste leisten.

Warum kommt jetzt schon das Bargeldverbot in Schweden?

In Schweden hat sich anscheinend keiner gegen das Bargeldverbot gewährt. Auch redet in diesem skandinavischen Land schon lange keiner mehr von einer eventuellen Bargeldgrenze. Nein, das komplette Gegenteil ist der Fall. Die Schweden sind es mittlerweile gewohnt, Brötchen, Streichhölzer, Kaugummi, Kaffee mit Kreditkarte zu zahlen. Aber im Gegenteil zu der deutschen Bevölkerung erschrickt sich in Schweden keiner, wenn vom sich anbahnenden Bargeldverbot die Rede ist. Verschiedene Faktoren leisten einen Beitrag zu dieser Entwicklung in Nordeuropa.

Einerseits weisen die Schweden eine bestimmte Affinität zu innovativen Technologien auf. Diesbezüglich macht ihnen die Nutzung moderner Zahlungsmethoden geradezu Spaß. Nicht zuletzt müssen jedoch die Schweden aufgrund der geografischen Voraussetzungen beachtliche Distanzen zum nächsten Bankautomaten zurücklegen, um Bargeld zu bekommen. Die Kartenzahlung bringt entsprechend nicht nur praktische, sondern vielmehr auch finanzielle Vorteile. Dabei kennen die Schweden keine Ängste, durch diese Methoden zum gläsernen Bürger werden zu können. Datenprofile aus dem schwedischen Finanz-, Sozial- und Gesundheitsbereich wurden bereits vor vielen Jahren zusammengeführt. Diese Profile werden unter einer einheitlichen Identifikationsnummer geführt. Letztere ähnelt der deutschen Identifikationsnummer, welche Neugeborenen meist noch vor Eingang des Kindergeldbescheides von offiziellen Stellen zugesandt bekommen.

Alltag ohne Bargeld: So geht´s

Diese gesellschaftliche Entwicklung führte beispielsweise dazu, dass sich beispielsweise Schwedens Bargeldbestand zwischen den Jahren 2008 und 2016 von 112 Milliarden auf 66 Milliarden schwedische Kronen minimierte. In den vergangenen Monaten hat sich die Dezimierung stark beschleunigt. Für Parkuhren, Gaststätten, Bus- und U-Bahn in Stockholm wird gar kein Bargeld mehr akzeptiert. Selbst in Kirchen wird die Kollekte mithilfe von Handy- oder Kartenzahlung gezahlt.

Noch in den 1990er Jahren betrug die in Schweden verbreitete Summe an Münzen und Banknoten 4 Prozent. Anfang 2016 ist eine starke Abnahme auf lediglich 1,5 Prozent zu verzeichnen. Damit nähert sich das Bargeldverbot in Schweden unaufhaltsam.

Dabei unterlassen vorrangig die großen Banken Schwedens die Bargeldversorgung. Gegen Ende des Jahres 2014 hatte Schweden von insgesamt 1.774 Bankfilialen 896 ohne Bargeld. Offiziellen Angaben zur Folge ist die Versorgung mit Bargeld zu kostspielig. Damit wird es in Schweden immer schwieriger, höhere Summen Bargeld zu erhalten.

Allem voran geht die schwedische Musikgruppe namens ABBA. Im ABBA Museum wird Bargeld nicht mehr akzeptiert. Dies ist nicht verwunderlich, so gehört das Unternehmen Master Card zum fundamentalen Sponsor der Einrichtung. Quasi im Sinne eines Tauschgeschäftes bewirbt der ehemalige Sänger von ABBA Björn Ulvaeus die Abschaffung des Bargelds in Schweden.

Ähnliche Firmen finanzieren auch jene wissenschaftlichen Untersuchungen, die Bargeld als Träger von gesundheitsgefährdenden Keimen genauer unter die Lupe nehmen. An Dieser Stelle bleibt jedoch die Frage offen, ob die Displays von Smartphones nicht auch von potenzielle Träger von Bakterien sind.

Besitz von Bargeld gleicht kriminellem Delikt

Nicht zuletzt erfolgte eine gezielte Kriminalisierung von Personen in Schweden, die sich im Bargeldbesitz befanden. Bereits ein erster Eindruck der aktuellen Lage Schwedens zeigt, dass im Grund genommen ein Bargeldverbot per Gesetz gar nicht notwendig ist. Schließlich scheint ein magischer Schwur zwischen Banken, Kreditkartenunternehmen und Handel sich diesen freiheitsberaubenden Methoden anzunehmen.

Aus politischer Sicht lohnt sich jedoch ein zusätzliches Anheizen dieser elektronischen Welle. So erreichen die schwedischen Schuldenberge ähnlich wie in anderen Staaten der EU gigantische Ausmaße. Schwedens Wirtschaftssektor war in Bezug auf das Bruttosozialprodukt im Jahr 2015 mit 237 Prozent verschuldet. Im Vergleich dazu beliefen sich die Schulden 1961 gerade einmal auf 48 Prozent.

Wie wird das Bargeldverbot unser Leben einschränken?

Bankgeld ist gleichzusetzen mit einer Enteignung da alles, was auf dem Konto ist, als Bankeigentum definiert wird. Sobald eine Bank pleite ist, geht damit auch der Privatbesitz des Kunden verloren. Dies trifft aktuell bereits zu einem gewissen Maß zu. So greift die deutsche Regierung bei einem Problem der Banken erst dann ein, wenn bereits Einlagen seitens der Kunden, Sparer und Aktionäre angezapft worden sind.

Der Soziologe Niklas Luhmann betrachtet Bargeld als Kommunikationsmedium. Es macht beim Erwerb von Waren oder Dienstleistungen quasi die Wirtschaft sichtbar. Beide Vertragspartner tauschen etwas gemeinsam. Gleichzeitig verleiht das Bargeld dem Leben der Bürger ein nicht unerhebliches Maß an Souveränität, denn er hat quasi in der Hand, ob er den Vertrag eingeht oder eben nicht. Damit können Banken beziehungsweise der Staat und der Bürger auf einer Augenhöhe kommunizieren.

Bargeldverbot gleicht kriminelle Enteignung der Bürger

Fällt das Bargeld jedoch weg, geht es nur noch um Kredite beziehungsweise besser gesagt um fiktives Geld. Hier verschiebt sich die Machtkonstellation, denn ein Kredit kann nur einseitig gestoppt werden. Der Bürger wird gnadenlos enteignet. Auch sind Inflations- und Zinsgrenzen ausschließlich von oben regulierbar. Durch eine Abschaffung des Bargelds unterwirft sich der Bürger damit der politischen Macht. Es entsteht schrittweise eine unverkennbare Asymmetrie. Nicht um sonst sind Zwangsanleihe und Zwangshypothek seit dem Jahr 2013 längst beschlossene Sache.

Durch ein Bargeldverbot können wir uns zudem nicht bewusst den Negativzinsen der Banken entziehen. Auf diese Weise können sich diese jedoch ihr Schuldensystem finanzieren und vor einem Kollaps bewahren. Im Gegensatz dazu werden uns jedoch sämtliche Kosten fast unbemerkt erhöht. Vielleicht halten sich die Kontoführungs- und Transaktionsgebühren zu Beginn des Bargeldverbots noch im Rahmen. Sobald dieses jedoch flächenweit etabliert ist, werden wir eigene Bedürfnisse zurückstellen müssen, um zusätzliche finanzielle Mittel in die Realisierung unserer elektronischen Zahlungen zu stecken.

Wie profitiert die Wirtschaft von einem Bargeldverbot?

Mithilfe von Negativzinsen könnte seitens der Europäischen Zentralbank auch die erneute Mobilisierung des Geldkreislaufs beabsichtigt sein. Hiervon profitiert konsequenterweise vor allem die deutsche beziehungsweise europäische Wirtschaft. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick hinter die Kulissen. Dieser verrät, warum sich europäische Staaten in einer unaufhaltsamen Wirtschaftskrise befinden. Als Auslöser hierfür gilt bis heute die Einführung des Euros und die Gründung der Europäischen Zentralbank. Nur wenn deutsche Politiker zum damaligen Zeitpunkt auch die restlichen 96 Prozent der Wahrheit gekannt hätten, wäre das heute zu verspürende Desaster zu verhindern gewesen. So steht bis dato die Enteignung europäischer Bürger durch die Banken, allem voran die Zentralbank im Vordergrund.

Alles begann mit der Einführung vom Euro

Als der Euro eingeführt wurde, investierte Deutschland die Hälfte seine Wirtschaftskraft zugunsten der gesamten europäischen Gemeinschaft. Aufgrund der allgemeinen Situationen entpuppte sich dies jedoch im Endeffekt als starker Verlust. Nicht zuletzt wurde dieser durch festgelegte Wechselkurse um ein weiteres intensiviert. Allerdings profitierten ärmere Staaten mit wenigen Erträgen aufgrund von konstant niedrigen Zinsen. Gleichzeitig finanzieren reiche Einheiten jene Schulden, die in anderen Staaten produziert werden. Dadurch verstärkt sich jedoch die Schuldenspirale, die nicht zuletzt auch von der Zentralbank angeheizt wird. Was heute von der großen Politik als Bankenrettung bezeichnet wird, ist schlussendlich eine Verteilung aller Schulden in der europäischen Union unter beteiligten Staaten. Erneut profitieren die verschuldeten, wirtschaftlich nicht so starken Länder. Ein Blick auf Details verrät zudem, dass die meisten Kosten aufgrund der von deutschen Sparern fleißig angelegten Guthaben finanziert werden. Hierbei ist die Sprache von Ersparnissen, welche über viele Generationen hinweg angehäuft wurden. Auf diese Weise werden Bürger verschuldeter Länder von Schulden befreit, während jedoch in Deutschland lebende Personen enteignet und stark verschuldet werden.

Explodierende Schuldenfalle auf europäischem Boden

Als Folge der hier nur angedeuteten Fehlentscheidungen ist aktuell eine stark überschuldete europäische Wirtschaftsleistung zu beobachten. Die Schuldenspirale scheint von Tag zu Tag noch verzwickter, da diese finanziellen Belastungen einzelne Staaten in verschiedenen Bereichen akut belasten. Auch hier dient die Bargeldabschaffung in Kopplung mit Zwangshypotheken und Zwangsanleihen als einziger Ausweg. Den offiziellen Quellen sogenannter Wirtschaftsspezialisten zur Folge sind sogar deutsche Bürger für die Wirtschaftskrise verantwortlich. Durch die starke Sparkultur behinderten sie das Wirtschaftswachstum. Viel effizienter sei es, verfügbare Geldressourcen in den kontinuierlichen Konsum zu investieren. Damit die Wirtschaft doch noch profitieren kann, muss dem deutschen Sparer eine hohe Hemmschwelle konstruiert werden. Mithilfe von Negativzinsen und der geplanten Reduzierung verfügbarer Bargeldressourcen wird versucht, die Wirtschaft auf diesem Weg wieder anzukurbeln.

Wie werde ich in Zukunft ohne Bargeld einkaufen?

Würde es tatsächlich zur Abschaffung der Euro Münzen und Banknoten kommen, liegt die Vermutung nahe, dass nicht alle Bürger sich diesem einer Diktatur ähnlichen Geldsystem beugen werden. Wer ohne Bargeld einkaufen möchte, kann dies mit den bereits bekannten alternativen Zahlungsmitteln über das Kartenzahlungssystem tun. Wirtschaftswissenschaftler vermuten jedoch, dass es sich dabei hauptsächlich um Kreditkartenzahlungen handeln wird. Maestro- und EC Kartenzahlungen hingegen werden mit großer Sicherheit abgeschafft. Damit müsste jeder Bürger in Deutschland entsprechend mit einer Kreditkarte versorgt werden. Bis dato kann von einer flächendeckenden Versorgung noch lange nicht die Rede sein.

Regionale Parallelwährungen

Auch gibt es Spekulationen von Gegnern des Bargeldverbotes, dass sich verstärkt regionale Parallelwährungen entwickeln werden. Dies ist bereits in einigen Gebieten gang und gebe. Beispielsweise haben sich in ländlichen Regionen einem Tauschring ähnliche Praktiken entwickelt. Mithilfe eines online Systems, welches einem Kassenbuch gleicht, halten alle Teilnehmer ihre Arbeitsleistungen in Arbeitsstunden fest und es wird genau notiert. Die regionale Währung hat den Vorteil, dass nicht immer Waren gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht werden, sondern je nach Bedarf genau das besorgt „gekauft“ werden kann, was benötigt wird. Das Besondere dieser Praktiken besteht darin, dass die regionalen Währungen dieser Art nicht vom Euro abhängig sind. Vermutungen seitens Experten gehen jedoch dahin, dass Parallelwährungen eventuell im Rahmen eines Bargeldverbots per Gesetz verboten werden.

Internationale Alternativen als Bargeldersatz

Auch existieren Hypothesen, dass deutsche Bürger auf andere Länderwährungen zurückgreifen. Diesbezüglich ist beispielsweise häufig die Sprache vom Rubel. Aber auch Schweizer Franken oder dänische Kronen würden sich anbieten. Das ein solches System funktioniert, beweist die Geschichte. So existierten zum Beispiel in der DDR auch zwei Währungen. Die Ost- und die Westmark. In zahlreichen Ländern von Mittel- nach Südamerika nutzen Menschen noch heute nicht nur ihre länderspezifische Währung, sondern häufig zusätzlich US-amerikanische Dollar. Der Kreativität ist dabei keine Grenze gesetzt. Jedoch haben jene mit Dollar häufig Vorteile. Auch boten sich dem Besitzer der Westmark verlockendere Angebote, als im Konsum jemals verfügbar hätten können.

Back to the roots: Gold, Silber, Edelstein

Nicht zuletzt steht der Entwicklung eine reguläre Zahlung mit Edelmetallen wie Gold oder Silber nichts im Weg. Auch Schmuck ist Experten zur Folge denkbar.

Auch laufen in Schweden bereits Pilotprojekte, die auf weiteren innovativen Methoden beruhen. Hierfür werden Personen Chips implantiert, mithilfe derer nicht nur ein bargeldloser Zahlungsverkehr möglich ist, sondern vielmehr auch eine Transaktion ohne Plastikkarte. In Großbritannien werden die sogenannten RFID Chips quasi serienmäßig bei der Geburt implantiert. Die Chips dienen nicht nur der bargeldlosen Zahlung, sondern auch der Wiedererkennung. Es bleibt die Frage offen, ob diese auch ein integriertes GPS-System und altersgerechte Impfung enthalten.

Gibt es Vorteile des Bargeldverbotes?

Sollte sich jedoch eine Art Tauschsystem entwickeln, wie es beispielsweise nach der Finanzkrise in Griechenland der Fall ist, können sich Sozialwissenschaftler freuen. So zeichnet sich darin quasi fast der einzige Vorteil der Bargeldabschaffung ab. Die Menschen beginnen wieder verstärkt zu kommunizieren und über den eigentlichen Wert ihrer Produkte – zum Kaufen oder Verkaufen – nachzudenken. Damit könnte ein Bargeldverbot aus dieser Perspektive gesehen, dem ewigen Konsum mit verheerenden Folgen endlich ein Ende setzen.

Scheinbare Vorteile blenden deutsche Bürger

Aber auch die bloße Kartenzahlung hat vielleicht Vorteile, so kann bei Diebstahl das Geld komplett ersetzt werden. Nicht zuletzt führen Befürworter der Bargeldabschaffung an, dass die Kartenzahlung mit einer Einsparung von Platz in der Geldbörse einhergeht. Zudem entfällt der Gang zum Geldautomaten. Touristen profitieren zudem insofern von einem Bargeldverbot, als dass sie sich nicht jedes Mal an die fremde Währung gewöhnen müssen und somit ihre Ausgaben im Überblick haben. Diese Argumente geben jedoch unserem Erachten nach erneuten Anlass an den offiziellen Begründungen zum Thema Bargeldverbot stark zu zweifeln.

Weitere Vorteile zeichnen sich auf der Seite des Vertragspartners – Wirtschaft, Banken, Staat – ab, wenn Zahlungen mit EC- oder Kreditkarte realisiert werden. Bei jeder bargeldlosen Zahlung lassen sich mithilfe von IBAN und BIC die jeweiligen Vertragspartner ausfindig machen. Bei auffälligen Geldtransaktionen können staatliche Institutionen wie Polizei, Zoll oder auch das Finanzamt sofort eingreifen. Wird zunehmend weniger Bargeld benötigt, kann die Produktion von Münzen und Scheinen eingestellt werden. Hiermit ist unmittelbar eine Kosteneinsparung verbunden. Aber von diesen Vorteilen profitiert nicht nur die Europäische Zentralbank, sondern vielmehr auch die örtlich ansässige Bank, denn es wird kein Personal mehr an den Schaltern benötigt.

Anonyme Alternativen zum Bargeld

Nicht zuletzt lässt sich der Minuszins seitens der Zentralbank im Zuge der Bargeldabschaffung ohne Einschränkung umsetzen.

Aus diesem Grund konzipierten die Erfinder der Bitcoins ein insofern innovatives Geschäft, als dass Transaktionen zwar ohne Bargeld, aber gleichzeitig auch ohne Angaben der IBAN beziehungsweise BIC notwendig sind. Bei bargeldlosen Zahlungen mit Bitcoins profitieren Kunden folglich von flexiblen Zahlungsvorgängen, welche ähnlich wie Bargeldzahlungen ihren anonymen Charakter behalten. Vor allem dieser Vorteil zeigt, dass die aktuellen Argumente zur Abschaffung des Bargelds zugunsten der Terror- und Geldwäschebekämpfung geschehen, vorrangig der Irreführung beziehungsweise Propaganda dienen. So spricht beispielsweise nichts dagegen, dass Kriminelle später einfach Bitcoins verwenden.

Obwohl auch in Schweden die Vorteile bei der Propaganda zum Bargeldverbot großzügig vorgetragen werden und die Bevölkerung einen Großteil ihrer Transaktionen ohne Bargeld abwickelt, sind immerhin 80 Prozent gegen eine komplette Abschaffung von Bargeld. Dieses Ergebnis gibt zu denken.

Wie läuft bargeldloser Geldverkehr ab?

Im Grunde genommen sind erste Möglichkeiten bereits heute oft im Gebrauch. Deutsche Kunden zahlen per PayPal, Kreditkarte, SEPA Lastschriftverfahren oder beispielsweise Amazon Payments. An der Supermarktkasse kommt auch immer wieder gern die Girokarte zum Einsatz. Ähnlich geschieht es auch im Alltag ohne Bargeld. Nur mit dem Unterschied, dass aktuell immer noch die Möglichkeit besteht, zu wählen. Nach der Bargeldabschaffung haben deutsche Bürger keine Wahlmöglichkeit mehr. Aktuell nutzen Kunden die Bargeldzahlung auch als Notvariante, falls das Kartensystem wieder einmal nicht funktioniert. Diese Notlösung wird auch dann präferiert, wenn beispielsweise die Bankkarte gesperrt wurde. Was passiert, wenn Kunden ihrem Zahlungsmittel aus Plastik abhängig werden?

Spezielle Zielgruppen vernachlässigt

Hinzukommt, dass aktuell Kinder beispielsweise keine Girokarte zum Kaufen ihres „Kaugummis“ haben. Es bleibt die Frage, was dann mit den jungen Kunden geschieht. Auch bleibt bis dato offen, was mit dem großen Anteil älterer Kunden geschehen wird, denen bis heute Verkäuferinnen beim Abzählen des Bargeldes geholfen haben. Sollen diese den Kassiererinnen künftige ihre PIN sagen, damit sie den Kartenzahlungsvorgang erfolgreich beenden können?

Anhaltende Diskussionen zur Implementierung einheitlicher Standards

Neben diesen praktischen Überlegungen sind bislang grundlegende Standards noch nicht geklärt, damit kann nicht wirklich vorausgesagt werden, wie ein bargeldloser Geldverkehr zu realisieren ist. Zwar kann immer wieder der Blick über den Tellerrand nach Schweden gewagt werden, aber praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Deutschland lassen sich nicht ableiten. So bleibt beispielsweise offen, ob sich künftig jeder Einzelhandel neben dem häufig verwendeten, kostenpflichtigen EC-Terminal künftig zudem einen speziellen Scanner für Zahlungen mit Handy via Zahlungsapp (Mobile App, Google Wallet, McDonald´s App, Starbucks App, Taxi App, Parkplatz App) anschaffen muss. Auch befindet sich der Bitcoin gerade in der Testphase. Es handelt sich hierbei um eine virtuelle Währung (Cyberwährung). Diese kann aktuell mit Euro getauscht werden und wird in Pilotprojekten getestet. Auch hierfür benötigen Geschäfte ein spezielles Lesegerät beziehungsweise eine innovative Software.

Vereinzelt werden oben genannte Apps bereits in deutschen Großstädten intensiv getestet. Der Weg vom Flughafen mit dem Taxi wird mithilfe der Taxi App beglichen. Der Fahrer gibt hier lediglich den fälligen Betrag in sein Abrechnungsgerät ein. An dieses wird das Smartphone gehalten und in Sekundenschnelle ist Fahrpreis beglichen.

Was geschieht mit den Datenmengen aus dem Zahlungsverkehr?

Bereits erste Meldungen zum Bargeldverbot erhitzten aufgeregte Gemüter. Kritiker der Bargeldabschaffung argumentieren hauptsächlich damit, dass Zahlungsverfahren, die ausschließlich auf Plastikkarten basieren, die Erstellung von umfangreichen Nutzerdaten ermöglichen. Weiter formulieren viele zweifelnde Personen, dass auf diese Weise von deutschen Kunden umfangreiche Nutzerprofile angelegt werden könnten. Noch ist davon nicht die Rede, aber viele Zweifeln bereits heute an der Schönmalerei des bargeldlosen Einkaufens.

Es stellt sich an dieser Stelle jedoch die Frage, ob deutsche Konsumenten sich nicht bereits auf dem besten Weg zu einer bargeldlosen Gesellschaft befinden beziehungsweise schon heute große Datenspeicher von Kunden angelegt werden, ohne dass dies kritisch kommentiert wird. Dieser Abschnitt widmet sich einem Thema, welches Hinweise darauf gibt, dass die deutsche Wirtschaft den Kunden bereits auf ein zukünftiges, bargeldloses Einkaufen seit langer Zeit vorbereitet.

Aktuelle Vorratsdatenspeicherung im großen Stil

In Deutschland existieren heute bereits drei verschiedene Vorratsdatenspeicherungen. Zu beobachten ist, dass in der Öffentlichkeit jedoch meistens nur von der Telekommunikations Vorratsdatenspeicherung die Rede ist. Zwar werden offiziellen Quellen zur Folge noch nicht alle E-Mails von Dritten gelesen beziehungsweise wahllos sämtliche Telefonate nach schwedischem Vorbild abgehört, dennoch gibt es einen umfangreichen Datenspeicher sämtlicher Verbindungsdaten von Anbietern des Telekommunikationssektors. In regelmäßigen Abständen berichten Medien immer wieder einmal von Skandalen beziehungsweise Neuerungen etc.. Darüber hinaus existieren in Deutschland aktuell zwei große Datenspeicherungen, die sich mit regelmäßigen Einkäufen als auch allgemeinen Lebensumständen befassen.

Legale Vorratsdatenspeicherung beim Wocheneinkauf

Die zweite Form der Vorratsdatenspeicherung betrifft alle jene, die ihre täglichen Einkäufe mit Maestro oder EC Karte zahlen. Im Trubel des Alltags vergisst sicher so manch einer das Lesen des Kleingedruckten, obwohl bei anderweiten Kaufverträgen immer wieder darauf beharrt wird. Wer hätte gedacht, dass bei diesen elektronischen Zahlungsmethoden im Supermarkt, Hotel, beim Bäcker oder an der Tankstelle nicht nur die aktuellen Zahlungsdaten gespeichert werden? Ein Großteil diese Kartenzahlungen wird mithilfe eine OLV® Terminals realisiert. Von da aus erfolgt eine Datenübertragung und sofortige Speicherung durch easycash. Zwar ist noch heute an vielen Kassen das Kleingedruckte, die sogenannten AGB aufgeführt, aber aufgrund der gezielten Reizüberflutung werden diese nur in äußerst seltenen Fällen wahrgenommen. Vereinzelt unterschreiben Kunden dann noch den sogenannten Kassenbeleg (Kaufvertrag), aber in diesem Zusammenhang wird meist nur mit einem scharfen Blick der abzubuchende Betrag mit dem des Kassenbons verglichen und in Windeseile unterzeichnet. Wird genau dieser Zettel einmal umgedreht, findet der aufmerksame Leser wichtige Informationen, von denen er nie im Leben geträumt hätte.

Darüber hinaus schreibt der OLV® eine maximale Anzahl an täglichen Transaktionen sowie einen Höchstbetrag möglicher Zahlungen vor. Die Vorgabe, dass die Daten mithilfe von easycash dreißig Tage gespeichert werden, hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass pro Monat nur eine maximale Anzahl an Zahlungen mit Karte möglich ist. Weiter ist in den AGB des OLV® festgehalten, dass eine Sperrung der verwendeten EC oder Maestro Karte für das entsprechende Geschäft möglich ist, sollte der Betrag nicht vom Konto des Kunden einzuziehen sein. In diesem Fall kommen unter anderem auch zusätzliche Kosten auf den Konsumenten zu. An dieser Stelle fragt sich nur, inwiefern auch geprüft wird, ob die Zahlung durch das Verschulden des Kunden selbst verhindert wurde. Dies wäre beispielsweise bei einem ungedeckten Konto möglich. Die Praxis zeigt jedoch, dass auch technische Fehler oder anderes die beabsichtigte Zahlung verhindern können. Das Machtmonopol wird sichtbar, aber halt erst, wenn diese Klauseln auch bekannt sind.

Der Kunde unterschreibt bei Zahlungen mit Maestro oder EC Karte, dass einerseits der aufgedruckte Betrag von seinem Konto eingezogen wird. Gleichzeitig gibt er mit seiner Unterschrift die Zustimmung, dass seine Daten für mindestens einen Monat lang gespeichert werden. Die Speicherung erfolgt auf dem Server des Dienstleisters easycash, im Einzelfall auf einem externen von Drittanbietern. Zwar werden hier nicht alle Artikel im Detail abgespeichert, aber immerhin kann den Daten entnommen werden, wo, wann, was und wer etwas gekauft hat. Vereinzelt locken Unternehmen wie beispielsweise Drogeriemärkte mit preislichen Vorteilen und Gutscheinen, wenn der Kunde Payback Karten nutzt. Selbst verständlich erhält der Konsument diese kostenfrei. Er muss sie nur bei jedem Kauf vorzeigen und über den Scanner der Kasse ziehen lassen. Auf diese Weise erfasst das vermeintlich praktische Payback System, welche Artikel in welcher Anzahl der treue Kunde erworben hat. Was genau im Hintergrund abläuft, wissen die Nutzer der personalisierten Karten in meisten Fällen jedoch nicht. Es bleibt die Frage offen, ob die personenbezogenen Daten tatsächlich nur für Rabattaktionen verwendet werden. Es ist anzunehmen, dass mindestens ein Dienstleister die Daten zu marktwirtschaftlichen Zwecken nutzt. Wer sagt jedoch, dass die Kundendaten nicht auch anderweitig für diverse Zwecke gespeichert werden. Erstaunlich ist nur, dass sich die eigentlich sehr kritischen deutschen Konsumenten auf diese Spiele einlassen.

Verfassungsrechtlicher Datenmissbrauch bei EC Kartenzahlungen

In diesem Zusammenhang lohnt sich ein genauer Blick auf die oben erläuterte Kartenzahlung. Zurecht existieren Hinweise darauf, dass die Abläufe bei Käufen im stationären Handel rechtlich viel wackliger dastehen, als Kauferlebnisse in Onlineshops. Ein überwiegender Großteil deutscher Konsumenten kann sich nicht einmal im Traum vorstellen, welche Maschinerie durch eine Kartenzahlung im Hintergrund in Gang gesetzt wird. Mit Sicherheit geht der Kunde davon aus, dass seine Daten direkt an die Finanzabteilung des Geschäfts gehen, bei dem er gerade einkauft. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wird ein Kauf mit Kartenzahlung bezahlt, sind mehr als nur zwei Parteien an dem Vorgang beteiligt.

Der Kunde ist hier nicht König, sondern vielmehr das erste Glied der langen Kette. Über das Kartenlesegerät gelangen seine Daten zum Dienstleister, welche die Daten einem Transaktionsinstitut übermittelt. Dieses nimmt Kontakt zur Bank des Kunden auf. Bei Zahlungen mit Kreditkarte ist es das jeweilige Kreditinstitut. Die erhaltenen Daten inklusive dem virtuellen Geld gehen an das zuständige Transaktionsinstitut, welches das gesamte Datenpaket inklusive des virtuellen Geldbetrages an die Bank beziehungsweise das Kreditinstitut des Supermarktes weiterleitet. Erst nachdem alles verbucht wurde, erhält der Supermarkt sein Geld. Unbekannt ist, was genau jene Institutionen mit den hin- und hertransportierten Daten des Konsumenten machen. Anders herum gefragt, welcher Kunde würde diesen Informationen genau auf den Grund gehen?

Aus datenrechtlicher Perspektive müsste das jeweilige Geschäft seinen Kunden vor Einwilligung des Kaufvertrages genau darüber informieren, an welche Geschäftsparteien seine Daten übermittelt werden. Hierbei entstehen jedoch bereits im Vorfeld zahlreiche, praktische Probleme. Einerseits müssten entsprechende Informationen übersichtlich und leicht verständlich übermittelt werden. Hierfür wäre ein längerer oder vor allem größerer Kassenbon notwendig. Da eine große Anzahl von Transaktionspartnern beschäftigt ist, müsste der Kunde auf einen Blick auch erkennen, wer genau sich hinter jedem Einzelnen verbirgt. Ein Blick in den Alltag zeigt, dass dies fast unmöglich ist. An den Supermarktkassen herrscht zur sogenannten Rush Hour maximaler Stress. Nachdem alle Produkte über den Scanner gezogen werden, muss der Zahlungsvorgang schnellstmöglich über die Bühne gehen. Die Erfahrung zeigt, dass die nächsten Kunden bereits stöhnen, wenn der gesamte Vorgang aufgrund kleiner Hindernisse länger, als normal dauert. Würde jetzt noch jeder einzelne Kunde die AGB vor der Zahlung im Detail lesen, ist das Chaos bereits vorprogrammiert. Gleichzeitig setzen Unternehmen ihre Mitarbeiter zusätzlich unter Druck, indem sie damit werben, dass Kunden fünf Euro vom Supermarkt bekommen, wenn sie länger als fünf Minuten anstehen müssen. All diese Details widersprechen sich an vielen Punkten. Nicht zuletzt würden dem Geschäft beziehungsweise den beteiligten Unternehmen zusätzliche Kosten entstehen, wenn die Aufklärung des Kunden tatsächlich rechtlich korrekt vonstattengehen soll.

Interessanterweise wird bei Zahlungen mit EC oder Maestro Karte an der Kasse keine zweite Ausfertigung des unterschriebenen Kaufvertrages ausgefertigt. Datenschützer kritisieren diesen Aspekt stark. Kunden hingegen ist dies so ziemlich gleichgültig. Ebenso egal scheint es dem deutschen Konsumenten zu sein, dass Kartenzahlungen bereits heute seine Freiheitsrechte vor allem in puncto Freiwilligkeit einschränken. Die Spielregeln scheinen klar zu sein. Ist der Kunde nicht mit der Übermittlung und Speicherung von Daten einverstanden, kann er nicht mit Karte bezahlen. Die schnelle und praktische Kartenzahlung kann nur zum hohen Preis der unerkannten Vorratsdatenspeicherung auf höchstem Niveau stattfinden. Dieser Umstand kann getrost als nicht verfassungskonform bezeichnet werden.

Operation Mikado: Ein Blick in die bargeldlose Zukunft

Sobald das Bargeldverbot eingeführt wird, wachsen diese Datenmengen in bis dato kaum einzuschätzenden Dimensionen. Der Gedanke daran versetzt Teile der deutschen Bevölkerung in Angst und Schrecken, denn die Ausmaße einer möglichen Weiterverwendung dieser können überhaupt nicht vorausgesagt werden. In diesem Zusammenhang könnte Orwell 1984 zitiert werden. Aber das ist nicht notwendig, denn vor Kurzem zeigten deutsche Behörden, welche Möglichkeiten bei innovativen Ermittlungsmethoden durch große Datenmengen zur Verfügung stehen.

2007 wurde die groß angelegte, virtuelle Razzia deutschen Bürgern unter dem Namen Operation Mikado bekannt. Es handelte sich hierbei um einen von Halle (Sachsen-Anhalt) geleiteten Großeinsatz. So erhielten die weltweit über 100 Behörden einen Hinweis der US-amerikanischen Polizei, dass ein bestimmter Betrag in Höhe von 79,99 US-Dollar von Kreditkarten an ein internationales Netzwerk mit Kinderpornografie gezahlt wurde. Seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft in Halle wurden circa 20 Millionen Daten von deutschen Kreditkarteninhabern auf der Suche nach dem oben angegebenen Betrag überprüft. Insgesamt wurden daraufhin bis dato 322 deutsche Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Um an die notwendigen Daten zu gelangen, kontaktierte die zuständige Staatsanwaltschaft alle in Deutschland ansässigen Kreditinstitute. Nachdem er die Daten erhielt, wurden alle Kreditkartendaten auf verdächtige Transaktionen mit ausländischen Konten überprüft. Interessant ist, dass alle kontaktierten Kreditkartenunternehmen bei den Ermittlungen tatkräftig unterstützten.

Deutsche Datenschützer kritisierten dieses Vorgehen nur bedingt. Es gingen beim Amtsgericht Halle (Saale) lediglich drei Anträge auf eine Überprüfung richterlicher Seits ein. Im Endeffekt wurden jedoch alle Einwände abgelehnt. Die Urteilsbegründung ist für die mögliche Datenspeicherung aufgrund eines Bargeldverbots sehr interessant.

Gemäß dem Telekommunikationsgesetz § 113 war die Operation Mikado legal, da die jeweiligen Dienstanbieter ausschließlich aufgrund eines selektiven Auskunftsersuchens kontaktiert wurden. Laut Gesetz ist hierzu kein richterlicher Beschluss notwendig.

Zudem war diese Operation gemäß Strafprozessordnung (StPO) § 152 Abs. 2 rechtmäßig, da ein ganz bestimmter Anfangsverdacht vorlag. Zwar handelte es sich um die niedrigste Verdachtsstufe, welche jedoch das Vorgehen dennoch ermöglichte. Ein Generalverdacht lag bei der Operation Mikado in keinem Fall nur vor. In diesem Sinne führten die Richter auch § 161 und § 161a StPO zu.

Nicht zuletzt entsprach das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in Halle auch nicht einer Rasterfahndung im Sinne von § 98a StPO. Dies führte dazu, dass die Operation Mikado auch nicht unverhältnismäßig war. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass die Kläger nicht in ihrem Recht auf eine informationelle Selbstbestimmung geschädigt wurden. Die darauffolgende Beschwerde seitens der Antragsteller wurde jedoch kurz darauf ohne Begründung verworfen. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde als nachfolgende Instanz gar nicht erst an.

Parallel dazu wurde bekannt, dass diese Art von Ermittlungsverfahren vorher noch nie eingesetzt wurde, jedoch dank intensiver Kooperationen verschiedener Institutionen sehr erfolgreich zu Ende geführt.

Operation Mikado ein Vorgeschmack des Bargeldverbots

Was genau zeigt dieses Vorgehen in Bezug auf ein eventuell bevorstehendes Bargeldverbot in Verbindung mit der Speicherung aller Kreditkartendaten? Einerseits wird bei jeder einzelnen Transaktion seitens des zuständigen Kreditinstituts zwar gewährleistet, dass die personenbezogenen Daten sicher gespeichert werden. Was genau das bedeutet, zeigte sich in der Operation Mikado. Die Daten aller deutschen Kreditkartenbesitzer waren genau so lange vor dem Zugriff Dritter sicher, bis eine Anfrage seitens der Justiz einging. Eine weiterführende Prüfung in Anbetracht der Rechtmäßigkeit des Vorgehens war negativ. Dies bedeutet, sobald seitens der Justiz ein begründeter Anfangsverdacht vorliegt, wird immer die Möglichkeit bestehen, alle Kreditkartendaten und Transaktionen aller Bürger in Deutschland zu überprüfen. Hierbei handelt es sich jedoch um ein viel größeres Datenpool, als es in der Operation Mikado der Fall war. Weiterhin ist interessant, es sich bei diesen Ermittlungen um ein verhältnismäßige Vorgehen handelte. Warum verhältnismäßig, wenn im Endeffekt nur 0,0016 Prozent aller Kreditkartennutzer schuldig waren? Es stellt sich die Frage, was dann ein unverhältnismäßiges Vorgehen wäre. Nicht zuletzt erfahren Bürger durch Operationen wie diese, dass letztendlich die Gewalt in staatlicher Hand liegt. Sobald neue Ermittlungsmethoden benötigt werden, können diese wie Pilze aus dem Boden schießen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Je mehr gesammelte Daten vorliegen, umso kreativer können zuständige Behörden und Spezialbeauftragte auch werden. Diese Ausmaße einer Totalüberwachung hätte sich selbst George Orwell nicht vorstellen können.

ELENA deutschlandweite Vorratsdatenspeicherung im Schatten der Berichterstattung

Im Gegensatz der Telekommunikations- und Kartenzahlungsvorratsspeicherung ist ELENA quasi überhaupt nicht bekannt. Das Konzept wurde ursprünglich im Rahmen der Entwicklung von Hartz IV Richtlinien entwickelt. Schlussendlich entstand aus ELENA die später eingesetzte Job Card. Dennoch besteht ELENA noch heute. Es handelt sich hierbei um eine deutschlandweite Zusammenführung von Daten der Arbeitnehmer bei der staatlichen Rentenversicherung. Zudem werden finanzielle Lebensumstände von Bürgern durch ELENA fixiert.

Werden soziale Hilfeleistungen in Deutschland beantragt, muss der Antragstellung zum Zweck der Beantragung dem Zugriff auf entsprechende Daten zustimmen. Liegt keine Zustimmung vor, wird der Antrag zur finanziellen Unterstützung gar nicht erst bearbeitet. Expertenmeinungen zur Folge ist es nun nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Kreditunternehmen auf den Einblick in die ELENA Datenbank bestehen. Entsprechend werden vielleicht Kredite künftig nur noch dann genehmigt, wenn die Arbeitnehmerdaten und die finanziellen Lebensumstände mit den Ansprüchen des jeweiligen Unternehmens übereinstimmen. Ein ähnliches Vorgehen ist bereits mit der angeblich freiwilligen Schufa-Klausel zu beobachten. Wir dieser nicht zugestimmt, kann der Konsument in Deutschland weder ein Konto eröffnen, noch einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone auf Ratenzahlung kaufen. Es ist denkbar, dass alle hierbei beteiligten großen Player der Wirtschaft auf ein baldiges Bargeldverbot nur so hoffen.

Beliebte Zahlungsmethoden im Onlineshop

Gleichzeitig zeigt die Praxis immer wieder, dass die Deutschen ein gar eigensinniges Volk sind. Aber jene, die den Bereich E-Commerce beherrschen testen bereits fleißig, welche Methoden nicht nur beim Marketing besser funktionieren. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass es zwar lange dauert, bis deutsche Konsumenten beim Kauf im Onlineshop von der altbewährten Methode Zahlung auf Rechnung abweichen, dennoch ist eine sich veränderte Tendenz zu beobachten. Sehr beliebt ist beispielsweise PayPal. Vor allem männliche Nutzer argumentieren, dass sich mithilfe dieses Dienstleisters Kaufabschlüsse sehr schnell realisieren lassen. PayPal konnte zudem seine Marktanteile deutlich erhöhen, da auch hier der Kauf auf Rechnung verfügbar ist. Ebenso beliebt sind auch Amazon Payments. Dies hängt aber vor allem damit zusammen, dass deutsche Online Konsumenten auch gern Zahlungen via Lastschrift machen. Amazon nutzt dieses System. Sollte also dem Bargeldverbot nach und nach stattgegeben werden, sind deutsche Online Kunden bestens darauf vorbereitet. Dies gilt vorrangig für den Kauf von Bekleidung und Musik.

Jedoch bevorzugen Verantwortliche der Abschaffung von Bargeld sicher den Einsatz von Kreditkarten nach australischem Vorbild. Hier werden zwar mehr als zehn Prozent aller Einkäufe mithilfe von PayPal getätigt. Aber mit Vorliebe nutzen Australier lieber American Express. Noch beliebter sind Zahlungen mit der Visa (36 Prozent) oder Master Card (35 Prozent).

Spannend ist an dieser Stelle, dass jeder Vierte von zehn Schweden auch lieber auf Rechnung einkaufen. Dies zeigt, dass in Schweden zwar der bargeldlose Geldverkehr beliebt ist, schwedische Konsumenten jedoch gern die Zahlung in Eigenregie erledigen.

Untersuchungen des deutschen E-Commerce zeigen jedoch auch, dass vorrangig junge Generationen unter 40 Jahre moderne, elektronische Zahlungsmethoden nutzen. Mit großer Wahrscheinlichkeit lohnt es sich entsprechend, mit der Verabschiedung des Bargeldverbotes noch ein paar Jahre zu warten, damit die Kinder der online zahlenden Generation gleich in den bargeldlosen Geldverkehr hineinwachsen. In diesem Fall würde auch die Nutzung bargeldloser Einkäufe von Lebensmitteln, eventuell vorzugsweise auch online, ein Kinderspiel.

Bargeldverbot gleicht dem online Shopping

Spannenderweise machen sich deutsche online Nutzer nicht wirklich Gedanken um die mögliche Datenspeicherung, solange der jeweilige Onlineshop oder Verkaufsplattformen ein Impressum, AGB und die Datenschutzerklärung korrekt zur Verfügung stellen. Gleichzeitig ist oftmals nicht bewusst, dass das Thema Datenspeicherung auf virtueller Ebene noch verschärfter vonstattengehen kann, als dies im stationären Handel bei Kreditkartenzahlung möglich wäre. Jeder User klickt quasi nebenbei auf den Hinweis der Cookie Aktivierung. Damit kann im Hintergrund genau nachverfolgt werden, welcher Internetnutzer sich für welche Art von Produkten interessiert. Infolge dessen werden beim nächsten Internetbesuch passgenaue Anzeigen geschaltet. Damit ist noch nicht genug, denn zu irgendeinem Zeitpunkt hat der jeweilige Nutzer mit Sicherheit nicht nur seine Adresse eingegeben, sondern auch Geburtsdatum, Geschlecht und Interessen hinterlassen. Mithilfe dieser Daten können Dienstleister sein Profil ein Stück weit vervollständigen.

Über diese Vorgehensweise im virtuellen Bereich wird nicht nur in den Medien berichtet. Vielmehr sind sie bereits so präsent, dass der Internetnutzer sie kaum mehr wahrnimmt oder gar unterschätzt. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum das Thema Bargeldverbot sehr kritische Stimmen bezüglich des Datenschutzes mobilisierte. Die Antwort ist vielleicht einfach und hat lediglich damit zu tun, dass sich ein bevorstehendes Bargeldverbot heute noch eigenartig anhört. Morgen jedoch bereits in aller Munde ist und ein Großteil der bargeldlosen Bezahler nicht einmal mehr an Themen wie Datenschutz & Co. denkt. Sollten jedoch adäquate Aufklärungskampagnen einem Bargeldverbot zuvorkommen, werden deutsche Bürger vielleicht aufgerüttelt.

Bargeldverbot stellt Weichen für legalen Datenmissbrauch

Anhand der EC Kartenzahlung und den komplexen Abläufen im Hintergrund wird die Schwierigkeit deutlich: Der Kunde muss also in den Einzelhandel vertrauen, damit er seine Karte zur Zahlung verwendet. Jetzt stellt sich die Frage, ob er dies auch dann tun würde, wenn er über alle beteiligten Parteien Bescheid wüsste? Weiter stellt sich die Frage, warum beim Bargeldverbot viele Bürger Alarm schlagen, obwohl aktuell bereits ähnliche Datenspeicherungen stattfinden. Vielleicht ist diese Tatsache damit zu begründen, dass es sich um eine gesetzliche Änderung handelt. Dies bedeutet, dass der Staat die Finger mit im Spiel hat. Von der Regierung lassen sich Konsumenten keine Vorschriften machen, wohl aber von der Wirtschaft. Noch viel spannender ist die Tatsache, dass ja letztendliche Staat und Wirtschaft dieselbe Suppe kochen. Es geht wieder einmal darum, den Konsum zu erhöhen und angenehme Einkaufserlebnisse für jede einzelne Zielgruppe von Käufern zu erschaffen. Politikern und Machtinhabern ist es letztendlich egal, ob sie dieses Ziel unter dem Deckmantel Wirtschaft oder Regierung realisieren. Am Ende geht es ausschließlich um Macht, Geld und Kontrolle der deutschen Bürger.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Vorratsdatenspeicherung bei Zahlungen mit EC Karte als auch des Verbots von Bargeld besteht in Bezug auf die Verkaufstaktiken. So argumentieren Politiker damit, dass die Abschaffung von Bargeld die Sicherheit eines jeden Bürgers signifikant erhöhen wird. Die Speicherung von Daten wird in diesem Zusammenhang nur in Bezug auf kriminelle Machenschaften erwähnt, denn auf diese Weise lassen sich vermeintliche Übeltäter schnell ausfindig machen. Auch Supermärkte weisen ihre Kunden in den klein gedruckten AGB daraufhin, dass die Daten an Drittanbieter, welche namentlich zu nennen sind, übermittelt werden. Danach erfolgt die Speicherung dieser zur eigenen Sicherheit des Kunden, denn schließlich kann die EC Karte auch einmal verloren gehen. Letzteres Argument erscheint insofern lächerlich, als dass sich der Konsument bei einem möglichen Kartenverlust garantiert nicht an den Dienstleister seines Supermarktes wenden wird, um eine neue Karte zu erhalten. Werden hier nicht erste Annäherungsversuche an den komplett bargeldlosen Zahlungsverkehr unternommen? Interessanterweise sind kaum oder gar keine Maßnahmen zur Aufklärung des Konsumenten seitens des Verbraucherschutzes zu beobachten.

Wird die Privatsphäre der Bürger durch das Bargeldverbot durchleuchtet?

Begleicht die deutsche Bevölkerung jede Transaktion mithilfe der Giro- oder Kreditkarte, so werden Details über jeden Kauf gespeichert. Mithilfe dieser können von jeder Person individuelle Profile erstellt werden. Anhand dieser lassen sich Lebensgewohnheiten ganz klar nachzeichnen. Auf EU Ebene liegen aktuell bereits konkrete Konzepte für die Vergemeinschaftung von Arbeitslosenversicherungen, Sozialkassen, Krankenkassen und Rentenversicherungen vor. Nun fehlt nur noch eine engere Vernetzung einzelner Behörden innerhalb Deutschlands, wie sie bereits in Ansätzen durch die Vergabe einer Steueridentifikationsnummer bei der Geburt getätigt wird. Sobald die erstellten Konsumprofile der Bürger im Umlauf sind, sollte es bald Krankenkassen oder Arbeitslosenversicherungen ein leichtes sein, ein genaues Bild über die Lebenshaltung jedes Einzelnen zu erhalten. Wird beispielsweise gesundheitsgefährdendes Verhalten aufgrund eines häufigen Kaufs von Zigaretten oder Alkohol notiert, können diese Informationen vielleicht in einer Welt ohne Bargeld als Information an die zuständige Krankenkasse weitergeleitet werden. Diese werden infolge dessen Beiträge erhöhen und damit nachhaltig von der eingeschränkten Privatsphäre der Bürger profitieren. Genau aus diesem Grund heben Experten bei dem sich vermeintlich nähernden Bargeldverbot den Zeigefinger und verweisen auf Orwell 1984.

Wie kann das Bargeld schrittweise abgeschafft werden?

Grundsätzlich muss in Deutschland das Bargeldverbot mit Samthandschuhen durchgesetzt werden. Deutsche Bürger sind diesbezüglich sehr sensibel. Eine schrittweise sehr langsame Abschaffung des Bargeldes muss auf zwei verschiedenen Ebenen geschehen. Beide sind unmittelbar miteinander verknüpft, funktionieren jedoch auf rechtlich unterschiedlicher Basis.

Einerseits ist eine gesetzliche Grundlage seitens der deutschen Regierung notwendig. Schließlich ist Bargeld das in Deutschland geltende gesetzliche Zahlungsmittel (§ 14 Abs. 1, Satz 2 BbankG (Bundesbankgesetz). Vermutungen der Experten zur Folge wird es im ersten Schritt eine Ergänzung und danach eine komplette Umstellung auf elektronische Zahlungsmittel geben. Aber bevor es so weit kommt, kann beispielsweise im Rahmen einer EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie eine Obergrenze für Bezahlungen in bar vorgenommen werden. Für Deutschland sind 5.000 Euro Maximum im Gespräch. In Italien und Frankreich dürfen bereits heute maximal 1.000 Euro mit Bargeld beglichen werden.

Andererseits muss auch die Europäische Zentralbank agieren, um ein Bargeldverbot eventuell sogar Europa weit zu realisieren. Erste Schritte sind durch die geplante Einstellung des 500 Euro Scheins erledigt. Es ist anzunehmen, dass auch der 2oo und 1oo Euro Schein irgendwann folgen wird.

Ende 2016 folgt dann die einheitliche Aufhebung des EU weiten Bankgeheimnisses. Angeblich soll dies der Verhinderung krimineller Machenschaften dienen. Doch in Wirklichkeit scheint an dieser Stelle ein weiterer Bereich des Datenschutzes verloren zu gehen.

Nicht zuletzt betonen bereits Kritiker, dass sich das Bargeldverbot quasi schleichend und gleichzeitig unaufhaltsam nähert. Nachdem die Schweden im Jahr 1661 von allen Europäern als erste Banknoten einführten, sind sie heute die Ersten, welche die Abschaffung von Bargeld bald in die Praxis umsetzt. Eine Reflexion der Bilderberg Tätigkeiten zeigt in diesem Zusammenhang, dass die schrittweise Abschaffung von Bargeld in Deutschland nicht nur eingeleitet wurde, sondern vielmehr auch hierzulande in puncto (Meinungs-)Freiheit schon bald deutliche Abstriche zu machen sind.

Haben wir noch Freiheiten, wenn das Bargeldverbot kommt?

Vor allem aber wird die Wahlfreiheit mit dem Bargeldverbot eines jeden Bürgers stark eingeschränkt. In dem Moment, wo die deutsche Bevölkerung nicht mehr entscheiden darf, ob sie bar oder mit Karte zahlen möchte, handelt es sich um eine extreme Beschneidung der hierzulande gültigen Persönlichkeitsrechte. Ein Bargeldverbot ermöglicht die Beobachtung des Konsumverhaltens deutscher Bürger. Dies gleicht einer Totalüberwachung und dezimiert das Recht auf Selbstbestimmung.

Eigene Ausgaben stets im Blick

Ein weiterer Aspekt stimmt zunehmend nachdenklich, denn viele Bürger nutzen vor allem für kleinere Beträge die Barzahlung. Erstens geht dies schneller und zweitens haben sie so stets im Blick, was sie tatsächlich ausgeben. Eine komplette Umstellung nimmt damit aufgrund der komplizierten Kontrolle im Nachhinein der Transaktionen auch noch dieses Bedürfnis nach einer kontinuierlichen Übersicht aller Zahlungsvorgänge. Hinzu kommt, dass externe Faktoren im Fall eines Bargeldverbots viel stärker mitbestimmen können, ob der Bürger konsumieren kann oder nicht. Fällt der Strom beispielsweise aus, so ist die Freiheit zur Kaufentscheidung auch genommen. Ähnliche Vorgänge sind in der Gegenwart zu betrachten, wenn zu viele Kunden am Schalter höhere Barbeträge abholen wollen. Es bleibt die Frage im Raum stehen, ob vielleicht bereits jetzt unsere Freiheiten stark dezimiert werden, wenn es um den Besitz von Eigentum geht.

Freiheitsrechte und Eigentum gehen bedingungslos den Bach runter

Sollte sich ein Bargeldverbot durchsetzen, ist unmittelbar damit die Auflösung sämtlicher Aufbewahrungsorte von gespartem Geld verbunden. Deutsche Sparer können sich dann nicht mehr frei entscheiden, ob sie ihre Schätze in Spardosen, Tresoren oder Ähnlichem aufbewahren. Durch diese Art der Freiheitsberaubung ist sämtliches Bargeld zur Bank zu bringen. Nicht zuletzt bevorzugen einstige Sparer aufgrund dessen schließlich den Verbrauch ihrer Ersparnisse. Im anderen Falle würden sich diese aufgrund der Negativzinsen minimieren. Die Wirtschaft wird einen herrlichen Aufschwung erleben und Zeitungen berichten über ein Wunder. Von wirtschaftlicher Selbstbestimmung ist an dieser Stelle weit und breit aber keine Spur mehr. Vielmehr geht es um nicht im Geringsten gerechtfertigte Eingriffe in die Freiheitsrechte deutscher Bundesbürger. Ganz speziell wird die einst hart erkämpfte Privatautonomie, aber auch die Vertragsfreiheit angegriffen. Es wäre aber nicht das erste Mal in der gesamten Geschichte, dass eine Staatsverschuldung, Finanz- und Wirtschaftskrise mithilfe einer flächenweiten Enteignung wieder ins Lot gebracht wird.

Auch aus verfassungsrechtlicher Sicht ist das Bargeldverbot damit nicht legal. Bereits der eingeschränkte Bargeldgebrauch ist verfassungswidrig. Neben den oben aufgeführten Argumenten wird damit zudem das Recht auf Eigentum entkräftet. Eng verbunden ist in diesem Zusammenhang die stark eingeschränkte Verfügung eigener Ressourcen.

Dennoch zeigen aktuelle EU Highlights, dass die Verwendung von Bargeld gezielt eingeschränkt wird. Zudem kooperieren Politiker, Wirtschaft und Zentralbanken auf vielfältige Weise. Diese Strategie führt zur gezielten Eliminierung der bürgerlichen Freiheiten in Deutschland und Europa.

Werden wir durch das Bargeldverbot zum Gläsernen Bürger?

Die Idee des Gläsernen Bürgers wird vorrangig seitens des Datenschutzes als Metapher genutzt. Es handelt sich dabei um die detaillierte Analyse des Menschen und seines Verhaltens. Erstmalig verwendet wurde die Bezeichnung Gläserner Mensch im Jahr 1982. Hier wurde das neue Volkszählungsgesetz heiß diskutiert. Seit diesem Zeitpunkt verwenden Deutsche diesen Begriff immer dann, wenn es um eine gezielte und überdimensionale Sammlung von personenbezogenen Daten geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese seitens privater oder öffentlicher Stellen eingeleitet werden. Ausschlaggebend für die Nutzung der Bezeichnung ist jedoch, dass es sich in jedem Fall um eine Datenanhäufung auf Vorrat handelt.

Große Beachtung fand der Gläserne Bürger beispielsweise erstmals im Jahr 2013. Zu jenem Zeitpunkt deckte Edward Snowden die immense NSA Überwachungsaffäre auf.

Kommt der Begriff Gläserne Mensch heutzutage zum Einsatz, nutzen Personen diesen vorrangig dann, wenn es darum geht, neue Technologien zur Überwachung der Bevölkerung einzusetzen. Hierbei geht es nicht nur um die Überwachung der Menschen, sondern um ein zunehmendes staatliches Interesse, welches in dieser Form noch nie existierte. Sobald von Gläsernen Bürgern die Sprache ist, geht es auch um einen unvermeidbaren Verlust der Privatsphäre sowie eine sich minimierende Selbstbestimmung informationeller Art. Von staatlicher Seite aus ist der Gläserne Mensch erwünscht, da auf diese Weise die unmittelbare Anpassung dieser an den Staat ermöglicht wird. Selbstverständlich spielt in diesem Zusammenhang auch normgerechtes Verhalten eine wesentliche Rolle. Genau dies geschieht beispielsweise bereits im Zusammenhang mit der unbedachten Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter beziehungsweise Google oder Foren im Internet.

Seit der staatlichen Kontenabfrage zugunsten der Steuer kursieren zudem die Begriffe Gläserne Steuerzahler beziehungsweise Gläserner Bankkunde. Die Einführung des Bargeldverbotes würde letztendlich die Zusammenführung des Gläsernen Bürgers mit eben aufgeführten Begrifflichkeiten bedeuten. Nicht zuletzt steht die Bezeichnung dann auch bald im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Gläsernen Kunden (Verbraucherdatenschutz) als auch dem Gläsernen Patienten. Unsere schwedischen Nachbarn demonstrieren diese totalitäre Staatspraxis. Vereinzelt praktizieren deutsche Unternehmen bereits das Prinzip des Gläsernen Kunden. Folglich werden deutsche Bürger schrittweise zu einem Gläsernen Menschen in allen Lebensbereichen. Die Abschaffung des Bargeldes kann letztendlich als weiterer Wassertropfen angesehen werden, der jedoch das Fass auf jeden Fall zum Überlaufen bringen wird.

Mit dem Bargeldverbot beginnt eine unglaublich komplexe Maschinerie zu rotieren. Sobald die Zahlung mit Plastikkarten oder Smartphone zur einzigen Bezahlvariante für Transaktionen wird, können mithilfe der Daten exakte Bewegungsprofile von jedem Konsumenten erstellt werden. Selbst George Orwell hat diese extreme Form der Terrorherrschaft in seinem Werk 1984 noch nicht voraussehen können. Aus einer Demokratie, die schon lange nicht mehr existiert, wird eine Totalüberwachung. Auf Fiktion wird Realität zum hohen Preis einer unvermeidlichen Freiheitsberaubung eines jeden einzelnen in Deutschland lebenden Bürgers. Damit handelt es sich nur um eine finanzielle Freiheitsberaubung.

In den Vereinigten Staaten geht das Konzept des Gläsernen Bürgers bereits so weit, dass beispielsweise bei jeder Bewerbung das Facebook Passwort mit angegeben werden muss. Auch offiziell werden die privaten Daten wie Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummer, Bonität, mögliche Insolvenzverfahren oder Informationen bezüglich der Ausbildung zu festen Preisen gehandelt. In Deutschland gehört die Privatsphäre eines jeden Bürgers zu einem alten Wert. US-Amerikaner und Schweden hingegen verstehen darunter etwas Anderes.. Da nicht nur der US-Dollar den Ton der Weltwirtschaft angibt, sondern auch deutsche Politiker in beachtlicher Weise beeinflussen, wird es sich bei der Einführung des Bargeldverbotes auch hierzulande nur um eine von vielen nachfolgenden persönlichkeitsraubenden Maßnahmen handeln. Wenn jedoch der Gläserne Bürger in Deutschland zum Alltag wird, ist dieser Umstand auch mit einer markanten Rückentwicklung verbunden. Denn schließlich geht das elementare Menschenrecht auf Privatsphäre ohne gleichwertigen Ersatz verloren.

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